C-Klasse Zoom

Abstandsregeltempomat: Auf Abstand gehen mit ACC

Der Abstandsregeltempomat ist längst noch nicht in jedem Dienstwagen angekommen. Dabei kann die Technik Leben retten, Stress vermeiden und sogar Kraftstoffkosten einsparen.

Die Fahrt in der Kolonne ist monoton und anstrengend, sie gehört aber zum Alltag vieler Dienstwagenfahrer. Egal ob auf der zäh fließenden Autobahn oder im stockenden Stadtverkehr, der Fahrer starrt wie paralysiert auf die Bremsleuchten des Vordermanns – das erfordert Konzentration und macht müde.

Ein Abstandsregeltempomat entlastet daher vor allem Vielfahrer. Im Gegensatz zur einfachen Geschwindigkeitsregelung, die nur das Tempo hält, misst der kurz ACC (Adaptive Cruise Control) genannte Helfer über Radarsensoren im Kühlergrill den Abstand zum vorausfahrenden Auto und bremst den eigenen Wagen gegebenenfalls ab. Je nach Modell klappt das bis Tempo 30 oder sogar bis zum Stillstand. Einige Hersteller haben ihre Abstandsregelsysteme so weit entwickelt, dass sie den Firmenwagen auch eigenständig beschleunigen (Stop and go), sobald der Vorausfahrende wieder anfährt.

ACC verringert das Unfallrisiko

Der Abstandsregeltempomat erhöht nicht nur den Komfort, sondern vor allem die Sicherheit Ihrer Kollegen. Rund zwölf Prozent aller Verkehrsunfälle gingen 2012 zulasten eines zu geringen Sicherheitsabstands. Die Autoindustrie hat darauf reagiert. Fast alle ACC-Systeme warnen auch automatisch bei drohenden Kollisionen. Viele Hersteller haben ihren Abstandsregeltempomaten sinnvollerweise gleich um einen Notbremsassistenten erweitert, der im schlimmsten Fall für den Fahrer voll in die Eisen steigt.

Das macht die technischen Helfer allerdings entsprechend teurer. So verlangt Volvo 1.512 Euro für die aktive Abstandsregelung beim V40. Ein stolzer Preis, auch wenn zusätzlich ein Notbrems­assistent samt Fußgänger- und Fahrradfahrererkennung die Geschicke des Fahrers überwacht.

Beim VW Golf und Audi A3 kostet die automatische Distanzregelung inklusive Notbremsfunktion immerhin noch 470 Euro. Problematisch wird’s, wenn das System nur in Verbindung mit höheren Ausstattungslinien erhältlich ist. Weil das System bei Dienstwagennutzern zunehmend beliebter wird, binden ihn viele Marken in Businesspakete mit ein. Im Verbund mit anderen Extras gewinnt das Assistenzsystem dann hoffentlich auch bei TCO-fixierten Fuhrparkleitern an Attraktivität.

ACC-Technik im Detail

ACC-Systeme senden elektromagnetische Impulse (Reichweite: 0,5 bis 250 Meter), die vom Vordermann reflektiert und wieder erfasst werden. Das System berechnet Abstand, Geschwindigkeit und Winkel zu vorausfahrenden Autos. Das elektronische Steuergerät beeinflusst dann Motormanagement und Bremsen. Ob der Vordermann in Kurven auf der eigenen Fahrspur ist, ermittelt das System anhand der eigenen Radstellung über die ESP-Werte.

Autor

Foto

Hans-Dieter Seufert

Datum

31. März 2014
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Alle Tests +++
+++ Alle News +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.

  • Alle Bereiche
  • Branche
  • Auto
  • Management
  • ecoFleet
  • Recht/Steuer
  • Service
  • Firmenauto des Jahres