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ADAC: Wo gibt es im Web die günstigsten Autos?

Der ADAC hat zwölf Neuwagenportale bezüglich ihrer Preisgestaltung, Transparenz und Nutzerfreundlichkeit überprüft und die Rabatte mit denen der Händler verglichen.

Höhere Rabatte waren bei den Vermittlern im Internet zu finden, die im Schnitt 16 Prozent Nachlass gewährt haben. Die Test-Käufer interessierten sich jeweils für einen BMW 320d, Fiat MyPanda, Nissan Qashqai, Opel Corsa und VW Golf, deren Konfiguration vorab genau festgelegt war, und verglichen das Angebot mit dem von Vertragshändlern der fünf Marken in zehn deutschen Großstädten.

Testsieger mit überdurchschnittlichem Rabatt

Testsieger mit dem Gesamturteil "sehr gut" wurde der Neuwagenvermittler "autohaus24.de". Punkten konnte das Portal in erster Linie mit einem ansprechenden und leicht zu bedienenden Internetauftritt, einem schnellen Service und einem Preisnachlass, der mit nur einer Ausnahme bei allen Fahrzeugen über dem Durchschnitt lag. Acht Portale schnitten "gut" ab, eines mit "ausreichend". Zwei Anbieter sind mit der Wertung "mangelhaft" und "sehr mangelhaft" durchgefallen. Testverlierer ist "airportcars24.de": Hier lagen die Rabatte für alle Fahrzeuge im Test weit unter dem Durchschnitt, die Webseite war unübersichtlich und umständlich zu bedienen, und der Service nicht kundenorientiert.

Versprochene Rabatte schrumpfen oft schnell zusammen

Negativ fiel den Testern auf, dass einige Internetportale mit hohen Rabatten lockten, die aber bis zum Ende der Eingabe über die jeweilige Ausstattung des gewünschten Autos kräftig schrumpften. Außerdem wurden bei den Vermittlungen zusätzliche Kosten fällig, etwa für die Abholung des Fahrzeugs oder die Lieferung an einen vom Kunden gewünschten Ort. Beim Kauf im Internet müssen Verbraucher allerdings nicht allein auf günstigere Preis achten. So enthielten zum Beispiel die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Portale juristisch unwirksame Klauseln, oder sie waren unvollständig. Unabhängig davon gilt beim Internet-Kauf ein zweiwöchiges Widerrufsrecht.

Beim Vertragshändler hingegen konnten die Testkäufer bis zum Abschluss des Kaufvertrags feilschen. Mit dem höheren Online-Rabatt konfrontiert, waren viele Verkaufsberater im Test zu weiteren Zugeständnissen bereit. Die Händler gewährten daraufhin entweder zusätzliche Rabatte oder boten kostenlose Zugaben wie Fußmatten oder Verbandskasten an.

Autor

Foto

Fotolia Sven Hoppe

Datum

22. August 2013
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