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Ärger um Radarfalle: Sonne irritiert Tempomessung

Viele Autofahrer haben möglicherweise zu Unrecht einen Bußgeldbescheid wegen Geschwindigkeitsüberschreitung erhalten. Laut einem Bericht des „Spiegel“ stehen bestimmte Messgeräte im Verdacht, falsche Erlebnisse zu liefern.

Aufgefallen waren die möglichen Probleme ausgerechnet im Fall eines prominenten Autofahrers. Ex-Fußballnationaltorwart Oliver Kahn war auf der A 8 bei München geblitzt worden und hatte gegen den Bußgeldbescheid Einspruch eingelegt. Bei der anschließenden Verhandlung stellten nach Informationen des Magazins drei Gutachter fest, dass nicht Kahns Mercedes, sondern ein vorauseilender Lichtreflex die Messung ausgelöst hatte. Die Fehler betrafen nicht nur den Sportler, sondern rund 40 weitere Autos, die am gleichen Tag nicht korrekt erfasst wurden.

Die Fehlmessungen könnten daher mehr als Ausnahmen und Einzelfälle sein. In der Kritik steht ein Gerät der Firma Eso, dessen waagrecht angeordnete Sensoren vorbeifahrende Fahrzeuge durch eine Helligkeitsänderung registrieren. Im Falle Kahns soll ein Lichtreflex die Technik möglicherweise irritiert haben. Das ist dem Bericht zufolge möglich, wenn Sonnenlicht in einem bestimmten Winkel auf das Fahrzeug trifft und von dort zum Messsensor reflektiert wird. Der Hersteller Eso bestreitet einen Gerätefehler allerdings.

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ADAC

Datum

23. Oktober 2012
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