E-Klasse Zoom

Assistenzsysteme: So funktionieren Kurvenlicht und Co.

Immer mehr Dienstwagen sind mit Kurvenlicht und adaptivem Fernlicht ausgestattet. Die Lichttechnik erhöht Komfort und Sicherheit im Straßenverkehr.

Das Kurvenlicht ist eigentlich ein alter Hut. Bereits in den 60er-Jahren wurden dynamische Scheinwerfer eingesetzt – wenn auch mit vereinfachter Technik. Abblendlicht und Fernlicht waren damals über einen Seilzug an der Lenkung befestigt. Den Behörden war diese Methode zu riskant, weshalb das Kurvenlicht lange Zeit verboten war. Erst seit 2002 dürfen Autos wieder um die Ecke leuchten.

Die heutige Technik ist deutlich komplexer. Anhand verschiedener Sensoren errechnet das System den Kurvenwinkel sowie die Geschwindigkeit des Fahrzeugs. Ein kleiner Motor im Scheinwerfer schwenkt das Abblendlicht in horizontaler Richtung und passt so den Lichtstrahl an den Kurvenverlauf an.

Adaptiver Fernlichtassistent

Neben dem dynamischen Kurvenlicht gibt es auch das statische Kurvenlicht (auch Abbiegelicht genannt). Beim Abbiegelicht schaltet sich je nach Richtungseinschlag oder Blinker zusätzlich zum normalen Abblendlicht ein weiterer Scheinwerfer hinzu, der Straßen und Kreuzungen beim Abbiegen besser ausleuchtet. Das Abbiegelicht funktioniert nur bei geringen Geschwindigkeiten und eignet sich daher vor allem im Stadtverkehr. Viele Hersteller verwenden hierfür die ohnehin schon vorhandenen Nebelscheinwerfer.
Auf geraden Strecken erhöht das adap­tive Fernlicht die Sichtweite. Eine Kamera hinter der Frontscheibe beobachtet dabei den Verkehr vor dem Auto. Das System erkennt entgegenkommende und vorausfahrende Fahrzeuge in bis zu 1.000 Meter Entfernung an deren Scheinwerfern beziehungsweise Rücklichtern, errechnet kontinuierlich deren Abstand und schaltet das Fernlicht automatisch zu und ab.

Das adaptive Fernlicht ist meist an Xenon-Scheinwerfer gekoppelt, deren Licht mittels Blende zwischen Abblendlicht und Fernlicht wechselt. Neuere Lichtsysteme basieren zudem auf LED- und Lasertechnologie, die nochmals mehr Leuchtkraft mitbringen und sogar einzelne Autos aus dem Lichtkegel ausschließen.

Autor

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Daimler

Datum

2. Juli 2014
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