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Assistenzsysteme: So funktioniert der Müdigkeitswarner

Übermüdung ist eine der häufigsten Unfallursachen. Müdigkeitswarner analysieren das Lenkverhalten und schlagen bei nachlassender Aufmerksamkeit Alarm.

Langstreckenfahrer kennen das Gefühl: Da ist man den ganzen Tag an den Dienstwagen gefesselt, spult einen Kilometer nach dem anderen ab und gerade wenn es auf die Zielgerade – das heimische Sofa – geht, überkommt einen die Müdigkeit. Jetzt noch anhalten? Nur ungern.

Dass die Signale des Körpers allerdings ernst genommen werden sollten, zeigt die Unfallstatistik. Sekundenschlaf ist für ­jeden vierten tödlichen Verkehrsunfall verantwortlich. Die üblichen Tricks – Fenster auf und Radio lauter – sind wirkungslos. Man fühlt sich nur für den Augenblick wacher, ist es aber nicht. Auch Koffein hält nur kurzfristig fit. Das Einzige was wirklich hilft, ist eine Pause.

Zu wenig Schlaf wirkt wie Alkohol

Unternehmen können vorbeugen: Zum einen, indem sie den Terminplan ihrer Mitarbeiter nicht zu straff legen. Denn 17 Stunden ohne Schlaf beeinträchtigen das Lenkverhalten und die Reak­tionszeit des Fahrers genau so, als hätte er 0,5 Promille Alkohol im Blut. Zum ­anderen bieten immer mehr Autoher­steller schon serienmäßig einen Müdigkeitswarner an.
Keine Sorge: Sie werden nicht von ­Kameras beobachtet. Volvo tüftelt zwar schon an Infrarotsensoren, die müde Autofahrer an Mimik und Gestik erkennen, aktuelle Systeme nehmen die Müdigkeit des Fahrers aber ausschließlich anhand des Fahrverhaltens wahr.
Die Müdigkeitserkennung analysiert das Lenkverhalten von Fahrtbeginn an und registriert dadurch Änderungen am Fahrstil, die sich durch lange Fahrzeiten und Ermüdung ergeben. Typische Anzeichen nachlassender Konzentration sind hektische Lenkeingriffe.

Aus der Häufigkeit dieser Lenkkorrekturen und weiterer Parameter wie beispielsweise Fahrtdauer, Blinkverhalten und Tageszeit berechnet das Assistenzsystem einen Müdigkeitsindex. Steigt dieser über einen bestimmten Wert, warnt zum Beispiel eine blinkende Kaffeetasse im Anzeige-Instrument und fordert dazu auf, eine Pause einzulegen. Dass zum Kaffee besser noch ein kurzes Nickerchen gehört, wissen Sie ja nun auch.

Autor

Foto

Daimler

Datum

9. Oktober 2014
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