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Autobanken: Neugeschäft geht zurück

Die Autobanken bauten ihren Bestand an Leasing- und Finanzierungsverträgen 2013 um zwei Prozent auf über 90 Milliarden Euro aus. Gleichzeitig sank das Neugeschäft im vergangenen Jahr um ein Prozent auf 30,1 Milliarden Euro, das entspricht rund 1,23 Millionen Fahrzeugen.

Während der Fahrzeugabsatz in Deutschland um vier Prozent zurückging, entwickelte sich auch das Neugeschäft der Herstellerbanken stabiler: Im Jahr 2013 brachten die herstellerverbundenen Autobanken rund 1,23 Millionen Fahrzeuge (- ein Prozent) im Wert von 30,1 Milliarden Euro auf die Straße.

Dabei überwog zwar der Anteil der gewerblich genutzten Fahrzeuge mit 673.000 Einheiten, dennoch ging hier die Zahl der Neuverträge um zwei Prozent um 17.255 Fahrzeuge zurück. "Das spiegelt die Auswirkungen eines insgesamt schwachen gewerblichen Geschäfts des vergangenen Jahres wieder", sagt Anthony Bandmann, Sprecher des Arbeitskreis der Autobanken (AkA). Die privaten Zulassungen lagen bei rund 558. 000 Fahrzeugen, das entspricht einem Plus von ein Prozent. Diese Entwicklung federte die schwache Nachfrage im gewerblichen Segment ab.

Allerdings entwickelte sich das Geschäft der Autobanken deutlich besser als der Gesamtmarkt, der in diesem Bereich ein Minus von vier Prozent verzeichnete. "Dies zeigt einmal mehr die positive Marktwirkung der Autobanken", erklärt Klaus Bentz, ebenfalls Sprecher des AKA. "Diese funktionieren als Stabilisator in schwachen Marktphasen, in starken Phasen hingegen wirken sie dynamisierend für den Markt", so Bentz.

Nachfrage nach automobilen Finanzdienstleistungen steigt

Insgesamt verzeichnen die Herstellerbanken eine kontinuierlich ansteigende Nachfrage nach automobilen Finanzdienstleistungen. Aktuell nutzen 78 Prozent aller Autohauskunden Leasing- oder Finanzierungsprodukte. "Budgetbewusste Verbraucher entscheiden sich mehr denn je für maßgeschneiderte Finanzdienstleistungen rund um ihre individuelle Mobilität", erklärt Bandmann. "Die Herstellerbanken als Marktführer decken diese Kundenbedürfnisse optimal ab – unter einem Dach und aus einer Hand."

Neue Rekordmarken bei Mobilitätsdienstleistungen

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Herstellerbanken sind ihre Mobilitätsdienstleistungen, etwa Versicherungen, Garantie- und Reparaturversicherungen, Wartungsleistungen und mehr. "Mit über 2,5 Millionen Dienstleistungsverträgen im Jahr 2013 sind wir in diesem Bereich zweistellig gewachsen und haben neue Rekordmarken erzielt", erläutert Anthony Bandmann. "Im letzten Geschäftsjahr verzeichneten die Finanztöchter der Automobilkonzerne erstmals mehr als zwei zusätzliche Dienstleistungen pro abgeschlossenen Finanzierungsvertrag für Neuwagen. Im gewerblichen Bereich dürfte diese Zahl deutlich höher liegen."

Ausblick: Positive Entwicklung für das Gesamtjahr 2014

Für den weiteren Jahresverlauf sieht der Arbeitskreis Autobanken optimistische Vorzeichen. Mit einem prognostizierten Wirtschaftswachstum von rund 1,9 Prozent in Deutschland erwartet der AKA spürbare Wachstumsimpulse im Bereich der gewerblichen Nachfrage. Außerdem erwarten die Experten höhere Ersatzinvestitionen, insbesondere bei den leichten Nutzfahrzeugen. „Unterm Strich rechnen wir 2014 wieder mit einem ansteigenden Pkw-Inlandsmarkt von rund drei Millionen Neuzulassungen“, erklärt Klaus Bentz. „Das erste Quartal bestätigt dies bereits mit einem Pkw-Absatz von 5,6 Prozent über dem Vorjahreswert.“ Für die Finanzdienstleistungen geht der Arbeitskreis davon aus, dass die Autobanken die Vorjahreszahlen 2014 übertreffen werden. „Um unsere Ziele zu erreichen, werden wir insbesondere die Wachstumspotenziale im Bereich der Dienstleistungen weiter nutzen.

Undifferenzierte Bankenregulierung als Unsicherheitsfaktor Wichtige Voraussetzungen für die positiven Prognosen seien jedoch wirtschaftlich wie auch politisch stabile Rahmenbedingungen. "Ein Unsicherheitsfaktor bleibt für die Finanztöchter der Automobilkonzerne die teilweise undifferenzierte Bankenregulierung, die das solide und untrennbar mit der Realwirtschaft verbundene Geschäftsmodell der Autobanken nur unzulänglich reflektiert", resümieren die AKA-Sprecher. "Hier ist seitens der Politik das nötige Augenmaß gefordert, um negative Folgen für die Autobanken und damit für die Automobilwirtschaft zu vermeiden. Unser Ziel ist es, auch in Zukunft eine tragende Säule für eine funktionierende Automobilwirtschaft zu sein – an der Seite der Kunden, des Handels und der Automobilkonzerne."

Hintergrund

Der "Arbeitskreis der Banken und Leasinggesellschaften der Automobilwirtschaft (AKA)" ist ein Zusammenschluss aller herstellerverbundenen Finanzdienstleistungsgesellschaften (Banque PSA Finance, BMW Financial Services, FGA Bank Germany, Ford Bank, GMAC Bank, Honda Bank, Mercedes-Benz Bank, MKG Bank, RCI Banque, Toyota Financial Services und Volkswagen Financial Services). Der AKA fungiert als gemeinsames Sprachrohr für die Banken der Automobilindustrie und trägt zur Profilierung herstellerverbundener Finanzdienstleistungen in der Öffentlichkeit bei.

Die elf Mitglieder des AKA sind seit Jahren Marktführer für automobile Finanzdienstleistungen in Deutschland und wesentliches Schwungrad für das volkswirtschaftliche Schlüsselsegment "Mobilität". Derzeit vertrauen ihnen über zehn Millionen Kunden die Finanzierung ihrer Automobilität an. Die im AKA organisierten Institute repräsentieren 31 Automobilmarken und beschäftigen bundesweit insgesamt rund 9.000 Mitarbeiter. Weitere Informationen finden Sie unter www.autobanken.de.

Autor

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Leaseplan

Datum

13. Mai 2014
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