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Autonomes Fahren: 2030 wird das selbst fahrende Auto bezahlbar

Die aufwendige Regelelektronik macht autonom fahrende Autos sehr teuer. Aber laut einer Studie werden die Kosten ab 2030 sinken.

Bis Autos vollständig autonom auf der Straße fahren können, müssen vor allem rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, passende Software will entwickelt sein und die Versicherungen müssen über ihre Preispolitik nachdenken. Heute schon mehr oder weniger ausgereift ist hingegen die Hardware für das Roboter-Fahrzeug. Die Unternehmensberatung Boston Consulting Group hat berechnet, was sie in etwa kosten wird, wenn sie Mitte des kommenden Jahrzehnts in Serie geht.

Knapp 10.000 Euro Extrakosten würden demnach fällig, um aus einem normalen ein vollautomatisiertes Auto zu machen. Teuer sind vor allem zwei Posten: das Hochleistungs-Satelliten-Navigationssystem und die Lidar-Sensorik zur Umfelderkennung und Abstandsmessung. Letztere würde in der benötigten Qualität aktuell noch fast 50.000 Euro kosten, soll aber in wenigen Jahren nur noch mit rund 7.500 Euro zu Buche schlagen und in der Folge weiter im Preis sinken. Rund 5.600 Euro würden heute für ein passendes GPS-System anfallen. Zwar gibt es entsprechende Technik bereits heute zum kleinen Preis in Navigationsgeräten, sie wäre für den Einsatz im Roboterauto aber deutlich zu ungenau. Doch auch hier werden die Preise bis Mitte der 2020er-Jahre noch fallen.

Etliche Assistenzsysteme sind heute schon verfügbar

Die weiteren Hardware-Posten sind schon heute im Vergleich günstig. Radarsensoren gibt es je nach Reichweite für Preise zwischen knapp 50 und 150 Euro, Stereokameras für knapp 200 Euro und Ultraschallsensoren – bekannt etwa vom Parkpiepser – gibt es bereits für niedrige zweistellige Beträge. Hinzu kämen noch die Kosten für den Prozessor in der Steuerungseinheit, die zwischen 50 und 200 Prozent der reinen Sensorkosten betragen würden.

Soll das Fahrzeug nicht voll-, sondern nur teilautomatisiert unterwegs sein, fallen entsprechend geringere Kosten an. Für die Technik zum selbsttätigen Einparken ohne Fahrerhilfe, wie sie etwa im 2016 kommenden BMW 7er angeboten werden soll, rechnet die Studie mit knapp 1.900 Euro Hardware-Kosten. Ein Autobahnpilot mit Spurwechselautomatik (ab 2018) würde mit gut 5.300 Euro zu Buche schlagen, in Innenstädten autonom fahren könnten Autos für gut 5.100 Euro.

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Daimler

Datum

24. April 2015
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