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Bundesverband Fuhrparkmanagement (BVF): "Gesetz macht E-Autos nicht wirtschaftlicher“

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) begrüßt das Elektromobilitätsgesetz. Dabei sind die Forderungen mit realistischem Blick auf den Stand der Leistungsfähigkeit von E-Autos aus Sicht der Fuhrparkbetreiber nicht nachvollziehbar. Eine Stellungnahme von BVF-Vorstand Marc-Oliver Prinzing.

"Selbst mit viel gutem Willen, kann man bei den beschlossenen Maßnahmen (Freigabe von Busspuren und kostenloses Parken) nicht ernsthaft erwarten, dass dies zu einer höheren Akzeptanz von Elektrofahrzeugen führen wird. Dies hat bereits die "großzügige" Steuerbefreiung für zehn Jahre für alle Elektrofahrzeuge gezeigt. Solange E-Fahrzeuge mit Reichweitenproblematiken und deutlichen Kostennachteilen zu kämpfen haben, handelt es sich bei den beschlossenen Maßnahmen lediglich um politischen Aktionismus.

Höhere Abschreibungssätze machen E-Autos nicht wirtschaftlicher

Der hohe Anteil gewerblicher Fahrzeuge ist natürlich der Schlüssel, für die Marktdurchdringung neuer Antriebsarten. Auch wenn der relevante Flottenmarkt dabei keinen Anteil von 60 (so VDA) sondern "nur" von ca. 25 Prozent hat. Die restlichen 35 Prozent der Zulassungen gehen auf den Autohandel, die Automobilindustrie und Vermieter zurück. Der Vorschlag des VDA höhere Abschreibungen bei Elektrofahrzeugen zuzulassen, ändert jedoch nichts am Grundproblem der mangelnden Wirtschaftlichkeit.

Letztlich kommt der Steuerzahler für höhere Kosten auf

Der Vorschlag von Wissmann, die öffentliche Hand möge bei der Anschaffung von Elektrofahrzeugen mit gutem Beispiel vorangehen unterstellt, dass dort die genannten Probleme keine Rolle spielen würden. Dabei ist gerade in Zeiten von leeren Kassen der kommunale und öffentliche Bereich nicht für betriebswirtschaftliche Blindflüge bei der Anschaffung neuer Fahrzeuge geeignet. Letztlich würden damit höhere Fahrzeugkosten durch Steuergelder subventioniert.

Andere alternative Antriebe nicht aus den Augen verlieren

Sowohl die Politik, als auch der VDA sollten sich endlich von der E-Fixierung lösen und grundsätzlich emissionsarme Antriebe in den Fokus nehmen. Damit hätten alle technischen Konzepte dieselben Chancen, die eine Emissionsreduktion zum Ziel haben. Erfahrungsgemäß wird sich der Kunde dann automatisch für die beste Lösung entscheiden und damit die Durchsetzung des richtigen Antriebs beflügeln. Neue Technologien müssen sich am Markt durchsetzen und nicht in den Hinterzimmern des parlamentarischen Lobbyismus."

Autor

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BMW

Datum

6. Oktober 2014
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