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Das vernetzte Auto: Ständig online

Internetzugang und Apps im Auto gibt es schon. Doch was erwartet den Fahrer in Zukunft? FIRMENAUTO wirft einen Blick ins Forschungslabor von Daimler.

@yourcomand – der Name ist Programm. Mit Navigation auf Abruf aus dem Internet, Onlinediensten und individuellen Telematiklösungen will Mercedes noch mehr Businessanwendungen ins Auto bringen. "Langfristig wollen wir das Auto zu einer mobilen Kommunikationszentrale ausbauen, die dem Fahrer und seinen Passagieren Zugriff auf alle ihre Daten und Online-Dienste eröffnet", sagt Prof. Bharat Balasubramanian, Leiter Produktinnovationen und Prozesstechnologien bei Daimler. Dabei sollen die Daten nicht im Auto, sondern in einer Cloud gespeichert werden.

Gesteuert wird @yourcomand per Sprache, durch Gesten oder Touch-Elemente. Künftig soll der Fahrer sämtliche Medien ohne mühsame Synchronisation auf hochauflösenden 3D-Bildschirmen im Auto abrufen. Auch der Beifahrer soll mehr Spaß beim Fahren haben und Filme oder Internet auf einem versenkbaren 17 Zoll-Bildschirm anschauen. Der Fahrer soll Auto und Multimedia-System vollständig aus der Ferne per PC oder Smartphone vorkonfigurieren. "Das fängt mit der Programmierung des Navigations- und Entertainment- Systems an und geht bis hin zur Sitzplatz-spezifischen Voreinstellung der gewünschten Innenraumtemperatur", sagt Balasubramanian. Autorisierte Personen hätten darüber hinaus über eine fahrzeugbezogene Homepage Zugriff auf Informationen wie den Tankfüllstand, den nächsten Wartungstermin oder den Verbrauch.

Doch noch ist die Technik Zukunftsmusik. Die Gegenwart sieht erstmal Internetdienste über das in fast allen Modellen verfügbare Comand Online vor. Den Zugang zum Web verschafft sich der Fahrer über die SIM-Karte des Mobiltelefons, über die auch die Datenverbindung abgerechnet wird. Damit hat Daimler das Problem umgangen, für die Vielzahl der kurzlebigen Handymodelle eine feste Verbindungsstelle zum Auto einrichten zu müssen. Heute wird das Telefon per Bluetooth gekoppelt, die Daten per Funk übertragen und das jeweilige Handy als Zugangsmedium genutzt.

Zwar ist Internet-Surfen im Auto wegen der etwas umständlichen Bedienung noch eher eine spaßfreie Veranstaltung, doch erste Ansätze zum einfacheren Umgang gibt es bereits. So kann man bereits über eine App Facebook abrufen. Weitere Apps sind in der Pipeline, etwa für Street View und Panoramico von Google. Außerdem lassen sich schon heute per Google Maps geplante Routen vom PC ins Navisystem des Autos beamen. Der Daimler Server aktualisiert die Apps automatisch und installiert auch neue Anwendungen, so dass der Kunde deshalb nicht beim Händler vorfahren muss.

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2. Dezember 2011
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