Alles über Renault Kangoo Z.E. Dauertest
Renault Kangoo Z.E. 3 Bilder Zoom

Dauertest Renault Kangoo Z.E.: Auf zur Radtour

23 Grad, Sonne – beste Voraussetzungen für eine Radtour. Also das Rad hineingepackt in den Laderaum des Kangoo.

Ein Umzug, ein paar Großeinkäufe bei Ikea – die meiste Zeit fahren wir einen leeren Laderaum im Kangoo Z.E. spazieren. Doch heute kommen die 3.000 Liter Stauraum endlich mal wieder zur Geltung. Eine Radtour steht an, und das Bike passt in den Transporter, ohne dass man das Vorderrad abbauen muss. Am Trenngitter lässt es sich sicher verzurren und das Ladeabteil ist hoch genug, um das Rad aufrecht zu transportieren.
Jetzt fehlt nur noch das passende Ziel für die Tour. Schwäbische Alb, Schwarzwald, Neckartal, die Gegend um Stuttgart hat viele passende Strecken zu bieten. Aber bei maximal 120 Kilometer Reichweite sollte dann schon eine Ladestation vor Ort sein, und zwar eine von der EnBw, deren Ladekarte wir haben.

App der EnBW nur bedingt hilfreich

Im Internet beziehungsweise über die App kann man das Netz der EnBW-Ladestationen abrufen. Ich habe mich für Tübingen als Ausgangsbasis meiner Tour entschieden, am äußersten südlichen Rand des Netzes. Eigentlich hätte ich noch ein Stück weiter südlich starten wollen, doch noch klappt die Kooperation der EnBW mit anderen Stromanbietern nicht.

Gut 50 Kilometer sind es von mir zuhause bis nach Tübingen, also gut machbar. Was aber, wenn die Zapfsäule belegt ist? Dummerweise zeigt das die App nämlich nicht an, sie listet nur auf, welche Stecker eine Station akzeptiert.

Also halte ich mich etwas zurück, zumal der Akku des Kangoo beim Start nur etwa zu zwei Dritteln voll ist. Die Navi lotst mich präzise in Mühlbachäckerstraße, doch eine Ladestation ist weit und nicht zu sehen. Nur ein Parkhaus. Und tatsächlich, dort im Erdgeschoss verbirgt sich auch eine blau-silbere Ladesäule. Ein Hinweisschild? Fehlanzeige.

Ladestation im Parkhaus versteckt

Ganz schön blöd: Am Sonntag sind die Straßen ums Regierungspräsidium und Landratsamt Tübingen gähnend leer. Trotzdem soll ich jetzt Parkgebühr bezahlen, nur weil ich mein Auto laden muss? Aber mir bleibt nichts anderes übrig, der Akku gibt nur noch 30 Kilometer her, das reicht nicht bis nach Hause.

Wenigstens ist einer der beiden Ladeplätze frei. Den anderen belegt ein Twizy der „Parkraumbewirtschaftung Tübingen“. Der scheint dort übers ganze Wochenende zu stehen. So kann man’s auch machen: Einfach das Auto am Kabel lassen und dafür den Parkplatz belegen. Ob das Sinn der Sache ist?

Sei’s drum, drei Stunden und 50 Kilometer später lade ich mein Bike wieder ins Auto. Der Akku ist fast voll, so dass ich es auf der Heimfahrt auf der B27 richtig laufen lassen kann. Mit 130 km/h bin ich knapp einer halben Stunde wieder in Stuttgart. Genauso schnell, wie mit einem Verbrenner, nur ohne CO2-Ausstoß.

Autor

Foto

Hanno Boblenz

Datum

18. August 2014
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