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Dekra Gebrauchtwagenreport 2017: Deutsche Modelle besonders zuverlässig

Der Gebrauchtwagenmarkt legt 2016 wieder leicht zu. Bei gebrauchten Fahrzeugen ist vor allem auf Mängel an der Elektrik, Elektronik und dem Licht zu achten.

Auch der Gebrauchtwagenreport 2017 der Dekra zeigt, dass vor allem deutsche Automobilherstellerwieder überdurchschnittlich gut abschneiden. Sechs erste Plätze in neun Kategorien belegen Gebrauchtwagen deutscher Produktion. Schaut man auch noch auf die Plätze zwei und drei sind es insgesamt sogar 18 Modelle. Weit abgeschlagen folgen beim Länderranking Fahrzeuge aus französischer Produktion mit einem ersten Platz und insgesamt vier Podiumsplätzen. Der "Beste aller Klassen" ist 2017 wie im Vorjahr der Audi A6, gefolgt von der Mercedes-Benz E-Klasse und vom Volvo S60/V60.

Audi A6 ist der "Beste aller Klassen"

Für den 2017-er Report hat die Sachverständigenorganisation wieder die Mängel von rund 15 Millionen Hauptuntersuchungen innerhalb der letzten zwei Jahre ausgewertet. Die Dekra-Experten konzentrierten sich nur auf relevante Mängel, beispielsweise am Fahrwerk, Licht oder Elektronik. Mängel, wie etwa  abgefahrene Reifen, die auf den Halter zurückgehen, fallen raus. Als vor zehn Jahren der erste Gebrauchtwagenreport veröffentlicht wurde, waren vor allem Korrosionsschäden an der Karosserie das Problem. Mittlerweile verlagert sich der Mängelschwerpunkt in Richtung Elektrik, Elektronik und Beleuchtung.

Der Gebrauchtwagenmarkt hat sich im letzten Jahr in Deutschland weiter positiv entwickelt. Laut der Deutschen Automobil Treuhand summierte sich der Umsatz im Gebrauchtwagenmarkt auf knapp 85 Milliarden Euro. 2016 gab es laut Dekra mehr als 7,4 Millionen Besitzumschreibungen. Das entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von einem Prozent. "Damit hat der Markt wieder das Niveau des Jahres 2000 erreicht", erklärt Guido Kutschera, Mitglied der Geschäftsführung der Dekra Automobil GmbH.

Gewertet wird in drei Laufleistungsklassen

Zwischen 2000 und 2006 waren die Besitzumschreibungen rückläufig. Seitdem gehen die Zahlen kontinuierlich in die Höhe. Wie sich die aktuelle Diesel-Diskussion, Stuttgart schreitet ja voran und lässt 2018 nur Euro-6-Diesel-Fahrzeuge in die Stadt, mittelfristig auf die Gebrauchtwagenpreise auswirken wird, ist noch offen. Michael Tziatzios, Leiter der Dekra-Abteilung Gebrauchtwagenmanagement, warnt jedoch vor Panikmache.
Weil die Laufleistung für die Mängelanfälligkeit eines Fahrzeugs entscheidender als das Alter ist, wertet die Dekra in drei Laufleistungsbereichen (0 bis 50.000 km, 50.001 bis 100.000, 100.001 bis 150.000) in neun Fahrzeugklassen aus. Nur Modelle, von denen mindestens 1.000 Fahrzeuge untersucht wurden, werden berücksichtigt. Neu ist in diesem Jahr, dass das Fahrzeug in seiner Fahrzeugklasse gewonnen hat, das über alle drei Laufleistungsbereiche im Durchschnitt den besten Mängelindex hat. Dieser Index berechnet sich aus den Anteilen der Fahrzeuge ohne relevante Mängel sowie mit erheblichen Mängeln. Zuvor gewann das Modell, das nur in einer Kategorie den besten Mängelindex auswies. So gelangten meist relativ neue Fahrzeugmodelle auf das Siegerpodest.

Der Dekra Gebrauchtwagenreport 2017 war noch nie so umfangreich wie in diesem Jahr mit exakt 508 (2016: 474) Modellen. "Das ist einfach der zunehmenden Modellvielfalt geschuldet", sagt Kutschera. Die Ergebnisse aller Fahrzeugklassen plus die drei Sonderauswertungen Oldtimer, Volumenklassiker und Neueinsteiger stehen online unter www.gebrauchtwagenreport.com. Außerdem gibt es eine kostenlose App für Ios und Android-Geräte mit allen Ergebnissen. Die Kollegen von auto motor und sport haben außerdem wieder ein Sonderheft herausgebracht, konzentrieren sich darin aber auf die 300 wichtigsten Modelle.

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Dekra

Datum

3. März 2017
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