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Schadenmanagement : Dekra stellt sich neu auf

Mit einem umfangreichen Portfolio will sich Dekra Claims Services als unabhängiger Schadenregulierer neu positionieren. Profitieren sollen vor allem Flotten mit hoher Schadenquote und Fahrzeugen, die europaweit unterwegs sind.

Es ist nicht nur ärgerlich, sondern auch teuer, wenn ein Fahrzeug wegen einer Reifenpanne liegen bleibt, der Außendienstler in einen Auffahrunfall verwickelt ist oder der Pritschenwagen auf dem Weg zur Baustelle seine Ladung verloren hat. Um den ohnehin entstandenen Schaden so gering wie möglich zu halten, ist das Organisationstalent und das Wissen des Fuhrparkmanagers gefragt, oder – das Können von Experten. Allerdings sind die meisten Fuhrparkverantwortlichen mit Pannen, Unfällen oder anderen Schäden häufig überfordert. Entsprechend gehen immer mehr Unternehmen dazu über, diesen Teil des Fuhrparkmanagements extern zu vergeben.

Hier springen unabhängige Schadenregulierer wie Dekra Claims Services in die Presche. Um möglichst effektiv zu agieren, hat das Unternehmen sein Portfolio neu gebündelt und positioniert. Nach dem Motto „Alles aus einer Hand“ umfasst das Portfolio folgende Punkte:

  • Aufnahme des Schadens (24-Stunden-Hotline), Prüfung (Eigen-/Fremdschäden), ggf. Weiterleitung an Versicherer
  • Sicherstellung der Mobilität (Ersatz-/Mietwagen) aber auch Transporter, Lkw (alle Arten,) Auflieger
  • Schadensteuerung (Werkstattnetz, Kostenvoranschlag)
  • Freigabe und Überwachung der Reparatur (entsprechend Kundenvorgaben)


„Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten Unternehmen ein effektives Schadensmanagement implementieren“, erklärt Olaf Oestmann, Geschäftsführer der Dekra Claims Services. „Dazu gehört auch, dass wir für unsere Kunden immer den günstigsten Reparaturweg wählen“, sagt Annette Schickler, Projektleiterin von Dekra Claims Services. „Dabei berücksichtigen wir selbstverständlich die Vorgaben der Leasinggesellschaften und Kunden.“

Vom europäischen Netzwerk profitieren

„Wir finanzieren vor und rechnen am Ende mit der Werkstatt, der Versicherung und dem Kunden ab. Das Unternehmen hat nur eine Buchung pro Schaden und somit einen deutlich reduzierten Verwaltungsaufwand“, sagt Oestmann. Doch häufig geht es nicht nur ums Geld. Wer schon mal im Ausland eine Panne oder einen Unfall abwickeln musste, weiß, dass dies ohne professionelle Hilfe kaum möglich ist. „Unser europäisches Netzwerk ist einer unserer wichtigsten Pluspunkte“, erläutert Oestmann. Hier kann im Nutzfahrzeugbereich, nach eigenen Angaben, keiner der Wettbewerber mithalten. „Unsere Mitarbeiter sprechen die Sprache vor Ort, kennen die Rechtssysteme und Besonderheiten des Landes“, sagt Oestmann.

Darüber hinaus gibt es seit einiger Zeit weitere Gründe sich für Schadenexperten, wie die von Dekra Claims Services zu entscheiden: Für immer mehr Fuhrparks wird die Luft bei den Versicherungsgesellschaften dünn. „Die Versicherer schauen genauer hin, als noch in der Vergangenheit. Schlechte Risiken will sich kein Konzern mehr ins Haus holen“, weiß Oestmann. Umso wichtiger ist es, seine Schadenverläufe und Risiken zu kennen. Nur dann kann das Unternehmen präventiv vorgehen. „Fuhrparks, die auf ein funktionierendes Riskmanagement verweisen können, haben häufig eine bessere Verhandlungsposition gegenüber den Versicherungsgesellschaften“, gibt Oestmann zu bedenken.

Schäden pauschal abrechnen

Je nach Flottengröße und Leistungsumfang verlangen die Profis zwischen vier und sieben Euro pro Fahrzeug und Monat. Wer will, kann aber auch pauschal pro Schaden abrechnen oder ganz genau – nach Aufwand. Egal wie, eines versprechen die Schadenprofis: Alles, was an Ersparnis erwirtschaftet wird, kommt dem Kunden zugute. „Sie können sich bei uns sicher sein, dass es keine Kickbacks von Werkstätten oder anderen Dienstleistern gibt“, versichert Oestmann.

Mittlerweile zählt das Unternehmen nach eigenen Angaben zu den größten Anbietern mit einem europäischen Netzwerk. Dieser Punkt wird vor dem Hintergrund der zunehmend internationalen Verkehre immer wichtiger. „Mit Dekra Claims and Expert Services International sind wir in insgesamt 43 europäischen Ländern vor Ort vertreten“, sagt Oestmann.

Derzeit hat Dekra Claims Services um die 5.000 Einheiten unter Vertrag. Davon entfallen jeweils rund die Hälfte auf die Bereiche PKW und Nutzfahrzeuge. Bis 2014 soll diese Zahl verdoppelt werden, so Oestmann. „Von den derzeit 5.000 Fahrzeugen ist ungefähr jedes Dritte einmal im Jahr in einen Schaden verwickelt“, sagt Barbara Ritter, Rechtsanwältin und Leiterin der Innenregulierung von Dekra Claims Services.

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4. Februar 2013
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