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E-Mobilität auf Sylt: Citroën C-Zero und Berlingo für die Insel

Citroën will mit C-Zero und Berlingo Sylt elektrisieren. Dank interessanter Partner und dem Reiz des Außergewöhnlichen könnte das Experiment sogar klappen.

Exklusive Autos sind keine Seltenheit auf Sylt. Es muss schon etwas Besonderes sein, will man hier auffallen im Tross der Schönen und Reichen. Insofern ist die Wahl der Insel als Einstiegsort für ein Kooperationsprojekt von Citroën mit dem Hamburger Infrastrukturbetreiber E8energy durchaus klug. Weniger mit erhobenem Zeigefinger wollen sie Sylt elektrisieren. Eher mit dem Faktor Lebensstil.

Dazu passt, dass einige der ersten Autos (Citroën C-Zero und Berlingo First Electric) an die Edelgastronomiekette Gosch sowie den Domizilanbieter Appartements und Mehr gingen. Dessen Ferienmieter zeigen bereits großes Interesse an dem Elektroauto, berichtet Inhaber Markus Wenzel. "Die Insel ist ideal geeignet, ohne Gewohnheitseinbußen elektrisch mobil zu sein. Unseren Gästen neben einer Ferienwohnung auch die Nutzung eines C-Zero anzubieten, ist eine prima Option für die Zukunft", so Wenzel.

Fünf Minuten für 50 Kilometer – die Ladezeiten sind inseltauglich

Der Hauch des Exklusiven eines Elektroautos dürfte durchaus sylttauglich sein. Nicht minder Interessantes bietet die Technik der Ladesäulen. Zwei Arten stellt E8energy bereit: eine für Normalladevorgänge für zwei Autos gleichzeitig. Zudem werden an Knotenpunkten Ladestationen stehen, die in 30 Minuten eine 80-Prozent-Aufladung ermöglichen. E8energy-Geschäftsführer Dirk Dressler nennt eine weitere Zielformel, die in absehbarer Zeit erreicht werde: "Fünf Minuten für 50 Kilometer, damit sind wir absolut inseltauglich." Der Zugriff auf Strom erfolgt über Kundenkarten, Prepaid-Lösungen oder SMS-Verfahren, ähnlich wie an Parkautomaten.

Eine Smartphone-fähige Software sei in Vorbereitung. Einzel- oder Flottenabrechnungen sind genauso möglich wie Aktionsabrechnungen zu bestimmten Zeiten oder Anlässen. Damit das Ganze aber wirklich Sinn ergibt, hat man sich mit Greenpeace Energy einen Lieferanten regenerativen Stroms ins Boot geholt. "Nur Lifestyle genügt nicht. Die Energie fürs Fahren muss sauber sein, was anderes akzeptiert kein Kunde", weiß Dressler. Somit eröffnet das Sylter Projekt auch Citroën interessante Möglichkeiten, E-Autos an den Mann zu bringen. Man sei schon mit den Autovermietern der Insel im Gespräch. Klingt vielversprechend – im Gespräch zu sein zählt auf Sylt schließlich mehr als andernorts.

Datum

13. Juni 2011
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