Alles über Streetscooter
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Elektro-Transporter: Post hat 1.000 Streetscooter gebaut

Die Deutsche Post DHL baut ihr Engagement als Autobauer aus. Vom nächsten Jahr an will das Unternehmen jährlich 10.000 rein elektrisch betriebene Zustellfahrzeuge namens Streetscooter produzieren. 

Bisher hat der Logistikkonzern rund 800 dieser gemeinsam mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) entwickelten Fahrzeuge im Einsatz. Das 1.000ste Exemplar stellten am Dienstag bei Aachen der für das Paket- und E-Commerce-Geschäft zuständige Konzernvorstand Jürgen Gerdes und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) der Öffentlichkeit vor.

Gerdes sprach von einem "großartigen Moment". Mit dem Streetscooter gelinge es dem Unternehmen, die vermeintlichen Gegensätze Umwelt und Logistik unter einen Hut zu bringen. Die bislang eingesetzten Fahrzeuge, die seit 2013 zusammen rund eine Million Kilometer bewältigt haben, hätten sich in der Post-Flotte bewährt – sowohl in der Paketzustellung als auch in der Verbundzustellung, die auch die Briefzustellung umfasst. Gerdes kann sich vorstellen, in den nächsten Jahren die komplette Paket- und Verbundflotte durch diese Fahrzeuge zu ersetzen. Das wären zusammen 40.000 bis 45.000 Einheiten. 

Zwei Versionen geplant

Produzierte die 100prozentige Tochterfirma Streetscooter zunächst die etwas kürzere Variante B14, gibt es nun auch eine längere Version D16. Zugleich kündigte Gerdes auch ein drittes Modell an. Er hält es für wahrscheinlich, dass die Post die Fahrzeuge auch an Dritte vertreibt. Die entsprechende Entscheidung soll in Kürze fallen und Anfang nächsten Jahres kommuniziert werden.

Was das Unternehmen bisher in die Elektromobilität investiert hat, wollte Gerdes nicht verraten. Es seien aber "überschaubare Zahlen", sagte er. Vom Bundesumweltministerium gibt es in den nächsten Jahren im Rahmen einer Förderung weitere 9,5 Millionen Euro. Ministerin Hendricks knüpfte an den Zuschuss aber die Bedingung, dass die Erkenntnisse auch anderen zur Verfügung gestellt werden müssen.

Sie begrüßte es, dass sich dank des Engagements der Post der Blickwinkel beim Thema E-Mobilität geweitet habe. Zuvor sei das Thema auf den Pkw beschränkt gewesen. "Dabei brauchen wir gerade im Wirtschaftsverkehr ebenfalls eine Entlastung von Umwelt und Gesundheit", sagte Hendricks. Der Streetscooter sei auf den ersten Blick zwar nicht unbedingt schnittig. "Dafür ist das Fahrzeug praktisch und für den Einsatzzweck der Deutschen Post DHL bestens geeignet."

Matthias Rathmann, trans aktuell Chefredakteur

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Matthias Rathmann

Datum

25. August 2016
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