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Fahrbericht Audi A6: Ringsum fit für die zweite Halbzeit

Audi hat die jetzt den A6 sowie den A6 Allroad renoviert. Neben einem geschärften Blick, erhielten die Motoren und das Multimediasystem eine Auffrischung.

Nagelneu ist daneben das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Wir baten den in vielen Disziplinen überarbeiteten 3.0 TDI-Powerdiesel mit Biturbo und 320 PS zur Ausfahrt.

Seit drei Jahren ist der aktuelle Audi A6 am Markt Nun ist Halbzeit im Lebenszyklus des Ingolstädters und eine obligatorische Frischzellenkur an der Reihe, damit er im ewigen Dreikampf gegen Fünfer-BMW und Mercedes E-Klasse weiterhin gut gewappnet ist. Ein A6-Modell wird allerdings nicht mehr von der Überarbeitung profitieren, denn der Hybrid fand nur wenig Liebhaber und flog ersatzlos aus dem Programm.

Bessere Ausstattung und etwas optische Schminke

Mit dem A6-Facelift hat Audi mehr ins Auto reingepackt. Doppelverglasung gehört nun genauso zum Serienumfang wie der präventive Insassenschutz pre sense basic. Dieser aktiviert im Ernstfall vorsorglich die Warnblinkanlage, strafft automatisch die Gurte und – falls vorhanden – schließt selbsttätig das Schiebedach. Aufpreisfrei sind zudem Bi-Xenonscheinwerfer am neugeformten Kühlergrill, optional blinzelt der Audi A6 durch seine schmalen Frontscheinwerfer in der aus dem A8 bekannten Matrix LED-Technik.

Mit einer neuen Heckleuchten-Grafik sowie auffrischten Stoßfängern fiel der weitere Feinschliff ebenfalls moderat aus. Auch innen hat sich beim A6 wenig geändert. Die Tasten in Aluminiumoptik rund um das MMI-Bedienfeld nebst neu geformtem Wählhebel lassen den Audi noch ein Stück hochwertiger erscheinen. Darüber hinaus gibt es neue Dekor- und Lederpakete, wie beispielsweise die mit edler "Valcona"-Tierhaut bespannten Sportsitze.

Navi mit schnellem Grafik-Prozessor, Datenübertragung per LTE-Netz

Wie gewohnt, schwebt der mittig angeordnete Achtzoll-Monitor beim Startvorgang aus dem Armaturenträger heraus. Das Navigationssystem MMI plus nutzt nun den gleichen, schnellen Grafikprozessor von Nvidia wie im nagelneuen Audi TT. Durch hat sich die Rechenleistung mal eben verdoppelt. Außendienstler, die noch bei der Internetanbindung Audi connect ein Häkchen auf der Bestell-Liste machen, erhalten eine flotte Datenübertragung über das LTE-Netz. Ziemlich praktisch, denn dadurch lässt sich aktuelles Kartenmaterial für das Navi direkt ins Auto herunterladen. Und das selbst während der Fahrt, wenn der Routenführer gerade aktiv ist. Abgerundet wird das Multimedia-Angebot beim A6 noch mit neuen Apps, wie das Internet-Radio Aupeo oder die Musik-Flatrate Napster.

Motoren mit weniger Verbrauch, neuentwickelte S tronic

Zusammen mit dem Facelift hat Audi die Motoren modernisiert. Sie erfüllen nun alle Euro 6 und sollen im Schnitt 22 Prozent weniger CO2 ausstoßen. An der Dieselbasis im A6 werkeln die beiden 2.0 TDI mit 150 und 190 PS. Feinschliff gab es für die manuelle Sechsgang-Schaltbox, völlig neuentwickelt präsentiert sich dagegen das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Die neue S tronic ersetzt die stufenlose Multitronic und besitzt eine Sprit sparende Segelfunktion im Teillastbereich. Die Schaltvorgänge erfolgen flott wie ruckfrei. Die S tronic harmoniert mit den kleineren TDI-Motoren schon besonders gut, wie erste Proberunden sowohl mit den überarbeiteten Vier- wie auch Sechszylinder-Selbstzündern belegen. Der Zuschlag von knapp 1.900 Euro ist deshalb bei den kleinen Dieselmotoren gut angelegt, bei den kräftigeren V6-TDI gehört die S tronic ohnehin zum Standard.

Komplett renovierter Dreiliter-TDI mit doppelter Aufladung

Unser Hauptaugenmerk liegt jedoch auf dem 3.0 TDI clean diesel. Schließlich wurde er am umfassendsten renoviert und leistet dank Biturbo satte 320 PS. Eine Wandler-Automatik mit Achtstufen übernimmt die Schaltarbeit und der quattro-Allrad sorgt für optimale Traktion in allen Lagen. Angesichts der hohen Motorleistung ergeben sich bei der Performance keine Überraschungen. Das samtig laufende Triebwerk geht sehr druckvoll zur Sache mit Reserven im Überfluss. Dass der A6 mit dem Dreiliter-Biturbo in fünf Sekunden auf Tempo 100 sprintet, elektronisch bei 250 Km/h abregelt, sei nur am Rande erwähnt. Mit 7,8 Litern bei gemächlicher Fahrt sowie 9,6 Litern im Eiltempo liegt der Verbrauch für den Power-Diesel im vertretbaren Rahmen. Los geht das Vergnügen im A6 3.0 TDI clean diesel quattro bei knapp unter 51.600 Euro.

Sonderserie mit noch mehr Dampf zum 25. TDI-Geburtstag

Auch die schnell agierende Automatik erledigt ihren Job perfekt und macht den manuellen Eingriff über die Schaltwippen am Lenkrad überflüssig – oder ist zumindest nur etwas für hartgesottene A6-Enthusiasten hinter dem Volant. Apropos Enthusiasten. Für jene, denen das enorme Diesel-Potential nicht ausreicht, hält Audi zum 25-jährigen TDI-Jubiläum noch eine leistungsgesteigerte Version bereit: Der A6 3.0 TDI competition bringt es auf 326 PS, dank kurzfristiger Boostfunktion sogar auf 346 PS, und ist sowohl als Limousine und Avant lieferbar. Der A6 competition beginnt bei netto 56.218 Euro, als Avant kostet er 2.100 Euro mehr.

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Datum

28. Oktober 2014
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