Citroen C4 Aircross 16 Bilder Zoom

Fahrbericht Citroen C4 Aircross: A la Francaise

Vom Design her ist der neue Citroën C4 Aircross durch und durch französisch, seine Technik kommt hingegen aus Japan.

Jetzt hat auch Citroën seinen ersten kompakten SUV. Mit seiner schicken Formgebung gibt er den Beau und macht voll auf Charmeur, dabei ist die technische Basis des C4 Aircross japanischen Ursprungs. Der Aircross stammt wie der größere C-Crosser aus der Kooperation des PSA-Konzerns (Peugeot, Citroën) mit Mitsubishi und ist ein Ableger des japanischen Modells ASX. Auch bei Peugeot wird er demnächst angeboten und heißt dort 4008.

Damit man dem C4 Aircross seine Herkunft nicht anmerkt, haben die Franzosen kräftig Hand angelegt und ihm ein schickes Äußeres verpasst Nur das Dach und die Türen zeigen noch die enge Verwandtschaft mit dem asiatischen Genspender, ansonsten wirkt der franko-japanische SUV modern und robust.

Viel Hartplastik im Innenraum

Das gleiche Engagement hätte man sich von Citroën auch beim Innenraum gewünscht. Ein dickeres Dreispeichenlenkrad, Chromringe an den Instrumenten und schwarzer Klarlack an der Mittelkonsole werten das Cockpit im Vergleich zum Mitsubishi zwar auf, doch viel Hartplastik trübt den guten Qualitätseindruck. Und wird das optionale Panoramaglasdach für 773 Euro netto beim Kauf mitbestellt, fehlt es großen Passagieren um 1,85 Meter im Fond an Kopffreiheit. Da sich das Dach ohnehin nicht öffnen lässt, kann man sich das Geld auch gleich sparen.

Der kleine Diesel ist erste Wahl

Drei Motorisierungen, alle mit Start-Stopp, sind beim C4 Aircross im Angebot. Neben dem ausschließlich frontgetriebenen Basis-Benziner mit 117 PS sind für Fuhrparkmanager natürlich die beiden Turbodiesel mit 114 und 150 PS die lukrativere Wahl. Dabei reicht der kleinere 1,6-Liter-HDi aus dem PSA-Konzern schon vollkommen aus. Der hat zwar eine klitzekleine Anfahrschwäche und klingt etwas rau, arbeitet aber putzmunter und ist ausgewogen.

Obwohl der 150-PS-Diesel das stärkere Aggregat ist, wirkt er recht müde. Seine Mehrleistung ist dem von Mitsubishi beigesteuertem Antrieb kaum anzumerken, besonders dann, wenn er in Verbindung mit Allradantrieb geordert wird. Ein Blick auf die Leistungsdaten bestätigt den ersten Eindruck. So stellt der Top-Antrieb gerade mal nur 30 Nm mehr an Drehmoment zur Verfügung und ist auch von den Fahrleistungen kaum schneller als der kleine HDi.

Beiden gemeinsam hingegen ist ein präzise bedienbares Sechsgang-Schaltgetriebe sowie ein insgesamt komfortables Fahrwerk. Einzig auf ganz derben Bodenwellen werden die Stöße etwas trocken an die Insassen weitergegeben. So eignet sich der kompakte SUV der Franzosen bestens zum gemütlichen Cruisen.

Allrad kostet 1.818 Euro Aufpreis

Generell ist der C4 Aircross ein Fronttriebler, Allrad kostet für die Dieselversionen netto 1.818 Euro mehr. Der variable 4x4-Antrieb kann während der Fahrt hinzugeschaltet werden, arbeitet variabel und lässt sich im Lock-Modus sperren. Bei den Preisen langen die Franzosen ordentlich hin. Das C4 Aircross-Einstiegsmodell kostet mit 21.536 Euro gleich happige 4.272 Euro mehr als der gleichstarke Benziner von Mitsubishi bei ähnlicher Grundausstattung. Viel Geld für den Beau. Warum das so ist, bleibt jedoch unergründlich.

Technische Daten Citroën C4 Aircross
Citroën C4 Aircross HDi 115 HDi 150 1.6
Hubraum (cm³) 1.560 1.798 1.590
Zylinder 4 4 4
Leistung kW (PS)/min 84 (114)/3.600 110 (150)/4.000 86 (117)/6.000
Drehmoment (Nm/min) 270/1.750 300/2.000 154/4.000
0–100 (s) 10,8 10,8 11,3
V-max (km/h) 182 200 182
Verbrauch (l/100 km) 4,6 D 5,4 D 5,9 S
CO2 (g) 119 142 135
Kofferraum (l) 442 442 442
Zuladung (kg) 745 630 565
Preis (Euro) 23.628 27.045 21.536
Betriebskosten* (ct/km) 62,9/40,9 68,0/44,5 62,5/42,8

* Bei 20.000/40.000 km pro Jahr, 60/36 Monate Laufzeit.
Quelle Betriebskosten: Dekra, Stand: April 2012

Autor

Foto

Citroen

Datum

30. April 2012
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