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Fahrbericht Fiat 500L: Ganz groß, der Kleine

Vier Türen und 60 Zentimeter längere Karosserie: In der Langversion wird der Fiat 500 familientauglich.

Ganz neu ist er nicht, der Fiat 500L. Ende der 60er-Jahre gab es den kultigen Kleinwagen bereits mit dem Zusatzbuchstaben »L«. Damals stand die Kennzeichnung noch für Lusso (Luxus), heute bedeutet sie mehr Platz (Large). In Zahlen ausgedrückt: Der 500L ist 60 Zentimeter länger, 15 Zentimeter breiter und 17  Zentimeter höher als der normale 500. Auch den Punto überragt der 4,14 Meter lange 500L um zehn Zentimeter.

Luftiges Interieur

So deutlich, wie sich das Größenwachstum auf dem Datenblatt liest, wirkt es sich auch in der Realität aus. Breite Türen und das hohe Dach ermöglichen einen bequemen Einstieg. Trotz der höheren Sitzposition bleibt über den Köpfen noch üppig Platz – bei Kunden der alten A-Klasse könnte das Sehnsucht wecken. Richtig luftig wird es vor allem, wenn der 500L mit Panoramadach ausgestattet ist, das sich bis hinter die Fondbank zieht.
Genügend Raum bietet der Minivan auch in der Länge. Wenn alle fünf Plätze belegt sind, passen hinten noch 400 Liter rein, genug für fünf Trolleys. Und vorne gibt es ein modernes Cockpit mit viel Hochglanzlack und trendigen Instrumenten, das vor allem junges Publikum ansprechen soll.

Kein Navi, dafür eine Espressomaschine an Bord

Welcher Motor? Klar, der 85-PS-Diesel. Nicht weil er durch und durch überzeugt, sondern eher, weil die Benziner-Alternative mit 95 PS deutlich überfordert ist und der quirlige Twin-Air-Motor mit zwei Zylindern erfahrungsgemäß weit am Normverbrauch (4,8 Liter) vorbeischrammt. Mit dem Selbstzünder sind wir ebenfalls nicht gerade spritzig unterwegs, dafür mit 5,0 Liter auf 100 Kilometer äußerst sparsam. 2013 wird das Motorenangebot unter anderem durch zwei stärkere Diesel und eine Erdgas-Variante erweitert. Auch ein Automatikgetriebe soll folgen. Bislang müssen sich Kunden beim Selbstzünder mit einer Fünfgang-Schaltbox zufrieden geben, die beiden Benziner werden mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe angeboten.

Mehr Auswahl gibt es bei den Farben. Für die zweifarbige Lackierung mit Kontrastdach und das Interieur sind 333 Kombinationen möglich. Dazu lässt sich der 500L mit 140 Zubehörteilen verschönern. Besonders stolz ist Fiat auf seine Espressomaschine fürs Cockpit und eine Audioanlage, die zusammen mit US-Rapper Dr. Dre entwickelt wurde. Die Italiener hätten sich aber lieber aufs Wesentliche konzentrieren sollen. Ein integriertes Navi ist in der Preisliste nicht zu finden. Das soll aber nächstes Jahr noch folgen.

*) Bei 20.000/40.000 km pro Jahr, 60/36 Monate Laufzeit.
Quelle Betriebskosten: Dekra, Stand: Oktober 2012

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16. November 2012
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