Der Hyundai ix35 FCEV von der Seite 8 Bilder Zoom

Fahrbericht Hyundai ix35 FCEV: Korea-SUV mit Brennstoffzelle

Mit dem Hyundai ix35 FCEV startet die erste Serienproduktion eines Brennstoffzellenautos. Den Durchbruch wollen die Südkoreaner mit Flottenkunden schaffen.

Hätte unser Testwagen nicht so eine bunte Beklebung, würde wohl kaum ­jemand auffallen, mit was für einem Auto wir hier unterwegs sind. FCEV steht dick geschrieben auf den Seiten: Fuel Cell ­Electric Vehicle – ein Auto mit Brennstoffzellenantrieb also.
Hyundai ist der erste Hersteller überhaupt, der solch einen Antrieb in Serie produziert. Im Auge haben die Koreaner Firmenflotten und Städte, ab 2015 möchten die Südkoreaner auch Privatkunden gewinnen. In Skandinavien ist der Öko-SUV bereits unterwegs. Die Stadt Kopenhagen hat sich 15 Stück bestellt, einen davon sogar für uns zum Testen nach Berlin geschickt.

Hyundai ix35 FCEV startet mit Musik

Genauso unauffällig wie der ix35 FCEV aussieht, fährt er sich auch. Zu einem Highlight zählt da schon die leise erklingende Melodie, wenn der Fahrer den Zündschlüssel umdreht. Ein Hinweis von Hyundai, dass der Wagen läuft, genauso wie ein grünes »Ready«, das auf dem Instrumentendisplay erscheint. Denn der 100-kW-Elektromotor steht, ohne einen Mucks von sich zu geben, bereit. Den Wahlhebel auf D und los geht’s.

Das maximale Drehmoment von 300 Nm liegt vom Start weg an und so legt der 1,8-Tonner gleich beachtlich los. Die 200 Extrakilo gegenüber einem ix35 mit Verbrennungsmotor schüttelt sich der Korea-SUV locker von den Schultern. Die schnelle Fahrt liegt dem ix35 aber gar nicht. Die weich abgestimmten Federn lassen das Elektro-Dickschiff über Bodenwellen nachwippen, sodass wir fast schon seekrank werden. Also schieben wir den Wahlhebel lieber auf E, dann nimmt der ix35 spürbar weniger Gas an und wir cruisen lautlos über die Landstraße. Die Reichweite eines Diesels hat er nicht, aber immerhin würde uns der Hyundai fast 600 Kilometer weit tragen.

Volltanken dauert beim Hyundai fünf Minuten

An der Tanke braucht er dann etwas länger als üblich. Einmal Vollmachen dauert rund fünf Minuten. Gibt die Zapfsäule den Wasserstoff nur mit 350 statt 700 bar frei, vergehen sogar bis zu 20 Minuten, ehe der 144 Liter große Aluminium-Tank unter dem Kofferraumboden wieder befüllt ist. Genügend Zeit, um bei einem Kaffee die Route zur nächsten Zapfsäule zu planen. Denn hier hakt es noch bei der Brennstoffzelle: Es gibt bisher nur rund 30 Wasserstofftankstellen in ganz Deutschland.

Autor

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Hyundai

Datum

18. Juni 2013
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