Jaguar XJ 12 Bilder Zoom

Fahrbericht Jaguar XJ: Einsame Klasse

Der Jaguar XJ sollte in den 60er Jahren ein Gegenstück zu den großen Staatskarossen sein. Heute gilt die schlanke, sportlich-flache Limousine als Vorreiter kommender Oberklasse-Coupés von Audi, BMW und Mercedes.

Bis Audi A9, BMW 9er und Mercedes SEC den Markt stürmen, hat Jaguar mit dem XJ das Feld der sportlichen, viertürigen Oberklasse-Coupés weitestgehend für sich. Damit die selbstfahrende Chefetage das Interesse am XJ nicht verliert, brachte ihn Jaguar mit einer Modellpflege Ende vergangenen Jahres technisch und optisch auf den neuesten Stand.

Auch die Jaguar-Oberklasse leuchtet künftig mit LED-Scheinwerfern in die Nacht. Die nun doppelt ausgeführten Tagfahrleuchten sollen den höheren Status des XJ in der Jaguar-Modell-Hierarchie widerspiegeln. Die restlichen optischen Änderungen fallen sehr moderat aus: Am Heck gibt sich der neue Jaguar an LED-Heckleuchten, einer durchgehenden Chromspange und ovalen Auspuffrohren zu erkennen.

Digitales Instrumentenfeld mit großer Navikarte

In die Kommando-Zentrale des Dienstwagenfahrers rückt das neue Infotainment-System. Befehle befolgt der Jaguar weiterhin per Spracheingabe oder, wenn der Fahrer auf den acht Zoll großen Touchscreen tippt. Das klappt beim Jaguar wie bei einem Tablet.
Wischt der Fahrer mit den Fingern nach links oder rechts, dann steuert er durch die Menüoberflächen. Zieht er die Finger auseinander oder zusammen zoomt er in der Navikarte. Diese kann sich der Fahrer jetzt auch über das komplette, 12,3 Zoll große und digitale Instrumentenfeld direkt hinters Lenkrad spannen.

Den Dreiliter-V6-Diesel steigerte Jaguar von 275 auf 300 PS. Das Drehmoment liegt jetzt gar bei 700 Nm (zuvor 600 Nm). Dementsprechend druckvoll sprintet die Raubkatze davon. Dass wir gerade eine fast zwei Tonnen schwere und über fünf Meter lange Limousine über die Landstraßen scheuchen, kommt uns zu keinem Zeitpunkt in den Sinn. Das liegt auch an der neuen elektromechanischen Lenkung, die zielgenau einlenkt und optimalen Kontakt zur Fahrbahn vermittelt. Mit seinen adaptiven Dämpfern liegt der Jaguar satt auf der Straße, krallt sich in schnell durchfahrenden Kurven regelrecht am Asphalt fest. Punktgenau serviert uns die Achtstufen-Automatik derweil die Gänge. Vom Sechszylinder ist derweil kaum etwas zu hören. Auf der Geraden schießt der XJ dann gewaltig aus dem Kurvenausgang. Im Idealfall geht‘s in 6,2 Sekunden von null auf Tempo 100. Dabei röhrt auch der Turbodiesel endlich sonor unter der langen Haube

Der XJ verbraucht nur 5,7 Liter auf 100 Kilometer

Der Jaguar ist aber nicht nur schneller, er trinkt auch nicht mehr so viel. Der auf 5,7 Liter reduzierte Verbrauch  und ein CO2-Ausstoß von 149 Gramm (zuvor 159 g CO2) sollen ihn fuhrparktauglicher machen. Obendrein bietet Jaguar ein neues Service- und Garantiepaket "Jaguar Care" an. Drei Jahre Garantie und kostenfreie Inspektionen für 36 Monate ohne Kilometerbegrenzung sind ebenso enthalten wie ein kostenloser europaweiter Pannendienst. Vom Jaguar-Händler gibt es zudem eine Versicherungs-Flatrate von monatlich 200 Euro netto – unabhängig von Schadenfreiheits- und Regionalklassen.

Damit Ihre Mitarbeiter sicherer unterwegs sind, rüstet Jaguar seine Oberklasse-Limousine mit neuen Assistenzsystemen auf. Die Traktionskontrolle All-Surface Progress Control (ASPC) verhindert durchdrehende Antriebsräder auf verschneiten oder nassen Straßen und den Abstandstempomaten erweitert Jaguar um einen Stauassistenten. In enge Parklücken wuchtet sich der XJ nun ganz alleine. Außerdem erkennt der Jaguar nun Verkehrszeichen.

Neues gibt’s auch bei den Ausstattungslinien: Die bisherige Topausstattungslinie Portfolio werten die Briten um feine Lederbezüge in Raupensteppung und Interieurdetails in edlem Ebenholz auf. Sie mögen’s lieber sportlich? Dank der neuen R-Sport-Ausstattungslinie sieht nun auch der normale XJ mit 300-PS-Diesel so rasant aus wie der XJR mit 550 PS starkem V8 an. Als neue Top-Version steht künftig der XJ Autobiography beim Händler. Die edelste Ausführung des XJ. Weiches Semi-Anilin-Leder, lederverkleideter Dachhimmel und Holzdekor in Eiche runden das ohnehin schon luxuriöser Interieur des Jaguar nach oben hin ab. Den XJ Autobiography gibt‘s allerdings nur in der Langversion, mit zwölf Zentimeter mehr Radstand. Das bringt die Chefetage dazu auch mal anderen das Steuer zu überlassen.

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Jaguar

Datum

4. März 2016
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