Der Kia Carens setzt hübsche Akzente und mimt optisch den Dynamiker. 9 Bilder Zoom

Fahrbericht Kia Carens: Familientransporter mit sportlichem Outfit

Der neue Kia Carens soll das Segment der Kompaktvans um Ford C-Max, Opel Zafira und VW Touran aufmischen. Was der Koreaner drauf hat, hat FIRMENAUTO bereits ausprobiert.

Kein Zweifel, die Neuauflage des hübschen Kia Carens wirkt eindeutig erwachsener. Er ist zwar deutlich flacher und minimal kürzer als der alte, gesichtslose Carens, dafür legte der Radstand um fünf Zentimeter zu. Der liegt nun bei 2,75 Metern und sorgt für spürbar bessere Platzverhältnisse. Vorne profitieren die Insassen von besser konturierten Sitzen, hinten haben die Passagiere viel mehr Beinfreiheit. Die Flexibilität liegt auf klassenüblichem Niveau. So können die Einzelsitze im Fond in der Länge verschoben oder umgeklappt werden. Die Lehne des Beifahrersitzes lässt sich für Sperriges ebenfalls flach umlegen. Klapptische im Fond sowie eine Armada an Ablagen, selbst im Fahrzeugboden, sorgen für guten Alltagsnutzen.

Der Kia Carens ist als Fünf- und Siebensitzer erhältlich

Gegen Zuzahlung von 630 Euro netto lässt sich der Carens neuerdings als Siebensitzer aufrüsten. In der letzten Sitzreihe macht aber auch der Koreaner keine Ausnahme, denn das Platzangebot ganz hinten ist allenfalls für Kleinkinder oder die Kurzstrecke akzeptabel. Völlig in Ordnung ist dagegen das Ladevolumen mit 536 Litern. Maximal sind es bis zu 1.694 Liter, da bieten Ford C-Max, Opel Zafira und VW Touran mehr Stauraum an. Sind beim Carens sieben Sitze an Bord, schrumpft das Volumen auf gerade mal 103 Liter.

Start-Stopp-Automatik nur für den Handschalter

Die Motoren wurden hinsichtlich Schadstoffen und Verbrauch optimiert. Allerdings sind nur Schalterversionen mit spritsparendem Start-Stopp lieferbar. Eine davon ist der von FIRMENAUTO gefahrene 1.7 CRDi. Diesen Diesel mit 136 PS setzen die Koreaner das erste Mal im Carens ein. Er beschleunigt den Van in 10,4 Sekunden von Null auf 100 km/h und ermöglicht eine Spitze von 191 km/h. Der Selbstzünder läuft kultiviert und tritt kräftig an, wirkt bei höheren Drehzahlen aber eher phlegmatisch. Auch an die Werksangabe von 4,8 Liter hält er sich nicht. Auf unserer Testfahrt waren es gut eineinhalb Liter mehr.

Kein Auto für Raser

Dafür gefällt der Koreaner in Sachen Fahrkomfort. Sein Fahrwerk federt manierlich und legt einen guten Abrollkomfort an den Tag. Dort, wo die Straßenmeisterei die Schlaglöcher übersehen hat, beantwortet der Carens kräftige Stöße auf die Hinterhand auch schon mal recht hölzern. Besser wurde im Vergleich zum Vorgänger die elektrisch unterstützte Servolenkung: Sie fühlt sich weniger schwammig, etwas direkter an als im Vorgänger. Dennoch bevorzugt der Carens mehr die ruhige Gangart.

Sieben Jahre Garantie

Die verwendeten Materialien und die Verarbeitung passen. Gleiches gilt für den Preis, der bei 16.798 Euro für den 135 PS starken Benzindirekteinspritzer beginnt. Der Turbodiesel startet bei 20.160 Euro, ist aber in der höherwertigen Edition 7 unter anderem mit Nebelscheinwerfern und Parksensoren hinten auch besser ausgestattet. Apropos Ausstattung: Kia bietet für den Carens zwei Assistenzsysteme an, jedoch sind der Spurhalteassistent und die halbautomatische Einparkhilfe nur für die Topversion und nur im Paket erhältlich. Ziemlich schade. Hier sollte Kia noch über eine spezielle Lösung für Dienstwagenfahrer nachdenken, denn der Kompakt-Van wirkt stimmig. Außerdem schafft die Siebenjahres-Garantie nebst siebenjährigem Navi-Update Vertrauen.

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iro/Kia

Datum

27. März 2013
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