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Fahrbericht Kia Ceed: Sanfter Sport aus Korea

Mit einem nagelneuen Dreizylinder-Benziner, mehr Fahrerassistenten sowie einer neuen Ausstattungslinie geht der geliftete Kia Ceed ins neue Modelljahr.

Ein Facelift macht den Kia Ceed fit für seinen zweiten Lebensabschnitt. Die optischen Retuschen sind recht moderat. Die Frontpartie trägt dynamischere Züge und rund ums Cockpit gibt es mehr Schminke in Form von Chromverzierungen sowie Klavierlack-Optik. Der Innenraum wirkt nun  hochwertiger, die Verarbeitung des in der Slowakei hergestellten Koreaners ist von sauberer und passgenauer Qualität. Den Ceed gibt es weiterhin als Dreitürer, Fünftürer sowie als Kombi.

Kabellose Ladestation für das Smartphone

Richtig klasse: Neuerdings bietet Kia für den Ceed eine induktive Smartphone-Ladestation an. Das hat bisher kein anderer Hersteller im Segment. Praktisch ist es ohnehin, denn damit gehört der Kabelsalat der Vergangenheit an. Die in der Mittelkonsole platzierte Ladeschale gibt es für günstige 75 Euro netto und ist nicht nur für den gelifteten Ceed lieferbar, sondern lässt sich auch beim Vorgängermodell nachrüsten. Die Ladeeinheit arbeitet mit dem aktuellen QI-Standard und unterstützt alle gängigen Smartphones auf dem Markt.

Multimedia ohne MirrorLink-Funktion

Ein wenig aufgepeppt haben die Koreaner das sieben Zoll große Navi. Es kann jetzt Verkehrsinformationen in Echtzeit übertragen, über den Wetterbericht informieren und verfügt über WLAN. Was dem Multimediasystem allerdings noch fehlt, ist eine MirrorLink-Funktion. Aus diesem Grund können auch keine Smartphone-Inhalte auf den Touchscreen-Monitor gespiegelt werden, ebenso wird dem Fahrer der Zugriff auf diverse Apps verwehrt – einfach schade. Zugelegt hat dagegen das Angebot an Fahrerassistenten. So erkennt die Spurhalte-Kamera in der Windschutzscheibe nun auch Verkehrszeichen und der Parkassistent kann den Ceed jetzt auch Ausparken und findet quer zur Fahrbahn liegende Parklücken.

Downsizing mit Einliter-Turbo

Eine Menge hat sich unter dem Blech getan. So darf die Hyundai-Tochter Kia als erstes Familienmitglied von einem nagelneuen Dreizylinder-Benziner profitieren. Der Turbo schöpft aus nur einem Liter Hubraum stramme 120 PS und entfaltet ein maximales Drehmoment von 171 Newtonmetern bei frühen 1.500 Touren. Hat der neue Antrieb seine Anfahrschwäche erst einmal überwunden, beschleunigt er gleichmäßig und kann auch schaltfaul bewegt werden. Dafür klingt der an sich laufruhige Motor beim Ausdrehen etwas kernig. Auf unserer Testfahrt war er auch nicht wirklich sparsam. Mit 6,9 Litern lag der Verbrauch exakt zwei Liter über dem Werksversprechen. Das ist eindeutig zu viel. Von dem Downsizing-Motörchen hatten wir uns mehr versprochen.

Der neue Dreizylinder ist richtig teuer

Für kostenbewusste Dienstwagenfahrer oder User Chooser ist der Dreizylinder ohnehin nicht die erste Wahl, denn er ist mit einem Einstiegspreis von 18.815 Euro netto sogar richtig teuer. Der Grund: Den kleinen Benziner gibt es vorerst nur in gehobener GT-Line Ausführung. Die neu ins Programm aufgenommene Ausstattung wartet mit energiegeladenen Schmankerln auf. Dazu zählen unter anderem markantere Stoßfänger und Seitenschweller, 17-Zoll Alu-Räder in Kombination mit einer strafferen Fahrwerksabstimmung, ein Vier-Spot-LED-Tagfahrlicht sowie Heckleuchten in LED-Ausführung. Das alles geht aber natürlich ins Geld.

Mehr Leistung für den Diesel und ein neues Doppelkupplungsgetriebe

Dagegen ist der frisch überarbeitete 1,6-Liter-Diesel mit 16.966 Euro geradewegs ein Schnäppchen. Für den einzigen Selbstzünder in der Motorenpalette gab es eine kleine Leistungsspritze von 128 auf 136 PS. Ebenso hat das maximale Drehmoment auf  250 Newtonmeter zugelegt, beim Sechsgang-Handschalter ist das eine Steigerung um 20 Nm und beim neuen Direktschaltgetriebe um 40 Nm. Die Siebengang-Doppelkupplung (DCT) ist übrigens nun eine Eigenentwicklung von Hyundai/Kia und gefällt mit komfortablen Gangwechseln. Auch der 1,6 CRDi verfügt über genug Kraftreserven, deshalb ist diese Antriebskombination durchweg gelungen.

In der Theorie schluckt der Ceed mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe exakt 4,2 Liter, das sind 0,3 Liter mehr als mit manueller Sechsgangbox. Unser Bordcomputer registrierte hingegen einen praxisnahen Wert von 6,3 Litern im Schnitt. Der Aufpreis für das automatisierte Getriebe liegt mit 1.471 Euro noch im überschaubaren Rahmen, allerdings ist das Siebengang-DCT nur für die Topversionen GT-Line und Spirit erhältlich. Damit beginnt der Kia Ceed 1.6 CRDi mit DCT bei netto 20.874 Euro, der Kombi namens Sportwagon ist 1.009 Euro teurer.

Autor

Foto

Kia

Datum

7. September 2015
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