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Fahrbericht Kia Cee´d SW : Große Klappe

Auf die Kia Cee´d Limousine folgt der geräumige Kombi SW. Eignet sich der Südkoreaner als Flottenfahrzeug-Alternative?

Während viele Automobilhersteller über stagnierende Absatzzahlen klagen, schwimmt Kia auf der Erfolgswelle. Wie auch die Konzernmutter Hyundai schreiben die Koreaner zunehmend schwarze Zahlen. Neben einer jungen, modernen Modellpalette, einer stetig steigenden Anmutung der Fahrzeuge und liegt das letztendlich auch an einem über sieben Jahre währenden Garantieversprechen. 

Der Kia Cee'd SW basiert auf dem Hyundai i30

Jüngster Wurf in der Palette ist der Cee´d SW. SW steht für Sportswagon. Er ist netto rund 1.000 Euro teurer als die um 20 Zentimeter kürzere Schräghecklimousine und basiert weiterhin auf dem Schwestermodell Hyundai i30. Optisch übt sich der Kombi eher in Zurückhaltung, wirkt nicht so schwungvoll-dynamisch wie die Limousine und mimt mit seiner großen Heckklappe mehr den Pragmatiker für Monteure und Handwerk.
 
Das Interieur präsentiert sich mit klar gegliederten Rundinstrumenten, einer soliden Verarbeitung und angenehm straff gepolsterten Sitzen. Dank der geradlinig verlaufenden Dachlinie können sich die hinten sitzenden Passagiere über ein Quäntchen mehr Luft über dem Scheitel freuen. Licht und Schatten gibt es bei der Ausstattung. Das Basismodell mit dem Namen Attract startet schon bei günstigen 13.185 Euro und hat schon ein CD-Radio samt USB- und AUX-Anschluss serienmäßig an Bord. Eine einfache Klimaanlage ist allerdings für die Einstiegsvariante mit 1,4-Liter-Benziner nicht mal gegen Aufpreis erhältlich. Das ist richtig schade. Auch das Navi ist erst ab der zweithöchsten Ausstattungslinie Vision verfügbar. Fahrerassistenzsystem wie der halbautomatische Einparkautomat und der Spurhalteassistent gibt es nur für die Topversion. Gleiches gilt für Xenon-Licht und Teillederausstattung.
 
Die Erwartungen, die Kombikunden an ihn stellen, erfüllt der Koreaner dafür umso mehr. Die weit vorn positionierte, große Heckklappe schwingt weit nach oben. Der Kofferraum fasst 528 Liter und lässt sich auf 1.642 Liter vergrößern. Unter seinem glattflächigen Ladeboden hält der Kombi jede Menge praktische Staufächer für kleine und große Gegenstände bereit. Auf Wunsch gibt es sogar ein verschiebbares Fixiersystem, das für Ordnung in dem großen Frachtabteil sorgt. Eine rückenfreundlich niedrige Ladekante vereinfacht hierbei das Be- und Entladen enorm.

Zwei Benziner und zwei Diesel stehen zur Verfügung

Der Cee´d SW tritt mit jeweils zwei Benzinern und zwei Dieseln an. Die beiden Selbstzünder sind zudem als EcoDynamics-Sparversion erhältlich. Inklusive der Start-Stopp-Funktion liegt der Verbrauch bei 4,3 Liter für den kleinen 1,4-Liter-Selbstzünder, der größere 1.6 CRDi benötigt im Schnitt 0,1 Liter mehr. Beide Motoren empfehlen sich für ein Firmenfahrzeug. Sie überzeugen mit gleichmäßiger Durchzugsstärke, auch die Sechsgangschaltung ist exakt geführt. Weniger gefällt dagegen die elektrische Servounterstützung. Sie lässt sich per Knopfdruck am Multifunktionslenkrad in drei Modi verstellbar ist. Egal ob man nun Comfort, Normal oder die Sportstellung wählt, es fehlt einfach an genügend Fahrbahnrückmeldung. Auch das straff abgestimmte Fahrwerk benötigt noch etwas Feintuning, da es auf derben Unebenheiten etwas stößig abrollt. Aber wirklich nur auf holprigem Untergrund, das lässt sich verschmerzen.
 

* Bei 20.000/40.000 km pro Jahr, 60/36 Monate Laufzeit.
Quelle Betriebskosten: Dekra, Stand: Oktober 2012

Autor

Foto

Guido Borck

Datum

4. Oktober 2012
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