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Foto: Kia

Fahrbericht Kia Picanto: Kleiner Koreaner im sportlichen Look

Kia präsentiert den kleinen Picanto in Neuauflage. Der koreanische City-Flitzer kann jetzt wesentlich mehr und empfiehlt sich für Pizzadienste, Kuriere oder Pflegedienste als ideale Alternative.

Der neue Kia Picanto ist knackiger geformt und kann jetzt sogar in einer sportlichen GT-Line geordert werden. Damit gibt der kleine Koreaner schon mal eine bessere Figur ab im Großstadtgewusel. Der Neue ist nicht größer geworden, sondern bringt Downtown-Idealmaße mit. Die Karosserie erstreckt sich weiterhin auf nur kurze 3,60 Meter. Und der Radstand ist um eine Daumenbreite auf exakt 2,40 Meter gewachsen. Den Picanto gibt es nun ausschließlich als Fünftürer. Ansonsten bleibt es weitgehend wie gehabt und wenn es sein muss, nimmt es der Kurze mit bis zu fünf Personen und deren Handgepäck auf.

Hübsch eingerichtet

Im Picanto findet sich jeder auf Anhieb zurecht. Das Cockpit versprüht mit Chromelementen und Materialien in Klavierlack-Optik viel Charme. Der Arbeitsplatz ist aufgeräumt und die Bedienung tadellos. Man sitzt bequem im Koreaner und das Raumangebot in der ersten Reihe ist ordentlich. Große Fahrer würden sich zum höhenverstellbaren Lenkrad jedoch noch die Weiteneinstellung wünschen und darüber hinaus eine etwas bessere Oberschenkelauflage. Doch verglichen mit seinen Mitbewerbern wie Opel Karl, Renault Twingo oder VW Up wird dort auch nichts Besseres geboten. Kleinstwagen eben. Hinten wird es merklich enger. Logisch, denn bei den ultrakurzen Maßen kann der Kia eben keine Wunder vollbringen. Hier gibt es zwar genügend Luft über den Köpfen, doch fehlt es an genügend Kniefreiheit. Klar auch, zu dritt möchte auf der Rückbank wohl keiner länger verweilen.

Zoom Kia Picanto Foto: Kia

Erstmals gibt es im Picanto ein fest eingebautes Navi. Der sieben Zoll große Touchscreen stammt aus dem Rio und das Multimediasystem glänzt mit einer logisch durchdachten Handhabung. Los geht’s bei 748 Euro (alle Preise netto). Selbst die Rückfahrkamera ist im Preis schon inklusive. Wer die höherwertigen Varianten Spirit oder GT-Line wählt, zahlt 832 Euro, und bekommt eine induktive Smartphone-Ladestation mit dazu.

Durchdacht und praktisch

Kia hat beim Picanto an viele Ablagemöglichkeiten gedacht. Je nach Ausstattung gibt es sogar eine verschiebbare Armauflage vorne inklusive einem darunterliegendem Fach. Und für einen Kleinstwagen fällt der Kofferraum mit 255 bis maximal 1.010 Litern überraschend groß aus. Das klingt nicht wirklich nach viel, doch bietet er den größten Stauraum unter den Kleinsten.

Nur ein Fahrerassistent ist für den Kia lieferbar. Dafür aber einer, der auch außerhalb der Stadt was taugt. Gemeint ist die autonome Notbremse, die selbst noch bis zu Tempo 165 km/h ein wachsames Auge auf den Picanto und seine Insassen hält. Lobenswert ist ohnehin die Sicherheitsausstattung, denn neben den obligatorischen sechs Luftsäcken ist auch ein Knieairbag für den Fahrer eingebaut. Der ist ab der Version Spirit Serie, für die darunter liegenden Varianten allerdings nicht erhältlich.

Drei- und Vierzylinder

Die Antriebspalette fällt noch kürzer aus als der koreanische Bonsai selbst: es gibt nur zwei Benzinmotoren. Den Einstieg bildet ein kleiner Dreizylinder mit 67 PS. Das Einliter-Motörchen gibt sich angenehm drehfreudig und übt sich weitgehend in akustischer Zurückhaltung. Wer ihm aber die Sporen gibt, fährt meist im hohen Tourenbereich, was letztendlich den Verbrauch hochtreibt. Exakt 5,6 Liter, anstelle der Werksangabe von 4,2 Litern quittierte der Bordcomputer nach unserer ersten Runde. Wer es ruhiger angeht, kann den Durchschnittswert aber um gut einen Liter nach unten drücken.

Für das Großstadtgetümmel ist der Basismotor die ideale Kombination für Pizzaboten, Pflegedienste oder Kuriere. Die Leistungsentfaltung reicht vollkommen aus. Ohnehin fühlt sich der Picanto in der City am wohlsten und wuselt sich emsig durch den Verkehr. Und mit seinem geringen Wendekreis von gerade einmal 9,4 Metern fährt er sich sehr handlich. Wer hin und wieder auf Überlandfahrten geht, sollte den kräftigeren Benziner wählen. Der 1,2-Liter Vierzylinder bringt es auf 84 PS und kann mit einer Vierstufen-Automatik ausgerüstet werden.

Zoom Kia Picanto Foto: Kia

Als GT Line wird der Kia zum Bonsai-Sportler

Gegen Ende des Jahres rundet noch ein weiterer Dreizylinder die Motorenpalette ab. Der aufgeladene Einliter-Benziner bringt es im Picanto auf stolze 100 PS und ist ausschließlich in Verbindung mit der neu geschaffenen GT-Line Ausstattung erhältlich. Mit diversen farblich abgesetzten Anbauteilen außen und innen verleiht die Top-Variante dem Picanto einen für Kleinstwagen unüblichen sportlichen Touch.

Apropos Ausstattung: Der Picanto ist in fünf verschiedene Versionen zu haben, darunter befindet sich das limitierte Sondermodell Dream-Team Edition. Der Picanto Dream-Team bringt mit unter anderem Lenkrad- sowie Sitzheizung vorne einiges Nützliches mit und bietet auch sonst ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Kostenpunkt mit dem Einliter-Dreizylinder: 10.664 Euro. Zu teuer? Kein Problem. Mit gleichem Motor startet das Basismodell Kia Picanto Attract bereits schon für günstige 8.395 Euro.

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Datum

2. April 2017
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