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Fahrbericht Mitsubishi ASX 2.2 DI-D Automatik: Nichts für Perfektionisten

Seit Juli 2013 gibt es den Mitsubishi ASX auch mit einer Sechsgang-Automatik. Der Fahrbericht klärt, ob sich die fast 3.000 Euro netto für Fahrer eines Firmenwagens lohnen.

Wer schalten lässt muss extra zahlen. Beim Mitsubishi ASX beträgt der Aufpreis aber happige 2.950 Euro. Denn die Sechsstufen-Automatik gibt es nur in Verbindung mit einem größeren Motor. Statt des 1.8 DI-D arbeitet dann ein 2,3 Liter großes Aggregat unter der Haube des kompakten SUV. Mehr Hubraum bedeutet zwar kein Plus an Leistung: Auch der große Diesel ist 150 PS stark. Allerdings steigt das Drehmoment von 300 auf 360 Nm und liegt auch schon bei 1.500 anstatt 2.000/min an.

Größerer Diesel mit mehr Dampf zum Anfahren

In der Praxis gibt sich der große Diesel geschmeidig und hat spürbar mehr Kraft im niedrigen Drehzahlbereich als der 1.8-Liter-Diesel. Die Automatik schaltet sanft, hält die Gänge aber lange und arbeitet sich erst spät in die höchste Fahrstufe vor. Außerdem fehlt der Automatikversion das Start-Stopp-System, mit dem der kleinere Diesel serienmäßig vorfährt. Trotzdem verbraucht der ASX in unserem Test nur 7,6, auf unserer genormten Verbrauchsrunde sogar nur 6,3 Liter.

Alles drin für knapp 29.000 Euro

Die Top-Version Instyle erscheint auf den ersten Blick als Rundum-Glücklich-Paket für den Firmenwagen. Für vergleichsweise bescheidene 28.226 Euro netto steht sie samt Klimaautomatik, riesigem Glasdach, Navigation, Lederausstattung und vielem mehr in der Preisliste. Sogar einen per Knopfdruck zuschaltbaren Allradantrieb gibts dazu, wahlweise mit variabler oder per 4WD Lock starren Kraftverteilung. Das Ganze mit drei Jahren Garantie und luftig verpackt in einer 4,30 Meter langen Karosserie.

Viel Platz, aber Mängel im Detail

Vorne hat man ein gutes Raumgefühl und auch der Kofferraum ist groß genug. Die hinteren Passagiere aber sitzen im Abseits: Das Glasdach schränkt die Kopffreiheit ein, in den Türen fehlen Flaschenhalter, Ablagen sind erst gar keine vorhanden und die Bank ist zu hart. Was auch fürs Fahrwerk gilt, das auf Versäumnisse der Straßenbauer mit unwilligem Poltern antwortet.

Dazu kommen heftige Windgeräusche oberhalb 130 km/h, welche selbst die 710 Watt der kraftvollen Musikanlage kaum übertönen. Auch die fummelige Navigation mit Touch Screen nervt bisweilen. Beispielsweise bietet sie nur eingeschränkte Verkehrsinfos und hat keinen Zugriff aufs Adressbuch des gekoppelten Telefons. Und das verschwommene Bild der Rückfahrkamera lässt bei Dunkelheit oder Nässe nur erahnen, was hinter dem Auto passiert. Wer lediglich Wert auf die Ausstattung legt, kann damit leben. Für Perfektionisten aber ist der ASX das falsche Auto.

Autor

Foto

Mitsubishi

Datum

11. November 2013
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