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Fahrbericht Nissan Juke: Alles so schön bunt hier

Nissan gönnt seinem eigensinnig gestylten Juke ein Facelift. Dazu verpassten die Japaner ihm ein cooles Outfit, ein modernes Triebwerk sowie mehr Sicherheit. Und: Endlich haben sie ihrem kleinen Crossover auch ein größeres Gepäckabteil spendiert.

Selten hat ein Auto mit seinem Erscheinen vor knapp drei Jahren so polarisiert und die Gemüter in zwei verschiedene Lager geteilt wie der Nissan Juke. Dem einen gefällt er, dem anderen nicht. Dazwischen gibt es nichts. Natürlich lässt sich über Geschmack streiten, fest steht allerdings ungeachtet: Ein langweiliges Auto war der Nissan Juke nie. Dieses trifft nach seiner Überarbeitung umso mehr zu, denn die Japaner haben das Grundkonzept bewusst nicht verwässert, sondern dem Juke mit peppigen Accessoires noch mehr Ausdrucksstärke verliehen.

Neuer Schwung dank farbenfroher Individualisierung

Der geliftete Juke blickt jetzt noch selbstbewusster drein – vor allem wenn er zusammen mit dem neuen Personalisierungsprogramm geordert wurde. Hierbei kann der Käufer unter einer Armada an farbenfrohen Elementen auswählen, um die Scheinwerfereinfassungen, die neu modellierten Stoßfänger sowie Außenspiegel und die Türgriffe individueller zu gestalten. Beispielsweise in leuchtendem Gelb, schrillem Orange, sportlichem Rot oder sattem Blau. Abgerundet wird das Individualisierungs-Paket noch mit schicken 18-Zoll-Alu-Rädern inklusive nicht minder bunter Inserts. Macht das Dienstwagenfahrer schwach oder würden Sie dann doch lieber der regulär lieferbaren Uni-Lackierung den Vorzug geben? Alles machbar, je nach Gusto.

Aber damit nicht genug. Wer noch einen drauflegen möchte, kann sich auch innen farblich austoben. Angefangen bei der ausladenden Mittelkonsole, über die Türverkleidungen, bis hin zu den Ziernähten der Sitzpolster. Der Vielfalt sind da schier keine Grenzen gesetzt. Wer mag, kann den individuellen Auftritt noch mit dem neuen Panorama-Glasschiebedach für netto 756 Euro krönen. 

Das Interieur-Paket wertet den Juke ordentlich auf und ist bei der gehobenen Tekna-Ausführung Serie. Weniger schön ist dagegen der hohe Einsatz von Hartplastik direkt am Cockpit, denn das wurde bei der Renovierung leider ausgespart. Dafür haben die Nissan-Entwickler das Kofferraum-Manko des Vorgängers endlich beseitigt. Bisher waren es mickrige 207 Liter, nun fasst er brauchbare 354 Liter. Weiterhin geblieben sind allerdings die hohe Ladekante sowie die beengten Platzverhältnisse im Fond. Das knappe Raumangebot spielt beim Juke ohnehin nur eine untergeordnete Rolle, da die Zuladung ziemlich gering ausfällt.

Neues Downsizing-Triebwerk zusätzlich zum 1,6-Liter Benziner

Taufrisch im Juke-Programm ist ein kleiner 1,2-Liter Benziner mit einer Leistung von 115 PS. Der neue Turbo-Direkteinspritzer startet bei 15.798 Euro und entwickelt ein maximales Drehmoment von 190 Newtonmeter bei 2.000 Touren. Im Vergleich zu dem weiterhin angebotenen 1,6-Liter Saugmotor (117 PS) hat das Downsizing-Triebwerk nicht nur mehr Kraft, sondern schluckt zudem weniger Sprit.

Mit dem neuen Direkteinspritzer-Vierzylinder ist der Juke keinesfalls untermotorisiert unterwegs, solange der Fahrer sich fleißig das Sechsgänge-Menü der Schaltung sortiert, um ihn bei Laune zu halten. Ein häufiges Ausdrehen wirkt sich natürlich, wie sollte es anders sein, auf den Verbrauch aus. Dann quittiert der Bordcomputer auch schon mal einen Liter mehr, als die vorgegebene Werksangabe von 5,6 Liter. Wem das zu hoch ist, dem bleibt nach wie vor der wirtschaftliche 1,5-Liter Turbodiesel mit 110 PS. Er hinterlässt einen harmonischeren Eindruck bei nahezu den gleichen Fahrleistungen, ist im Vergleich nur 160 Euro teurer und soll sich mit nur vier Litern zufrieden geben.

Mehr Komfort und Sicherheit werten den Juke auf

Zusammen mit dem Facelift bieten die Japaner eine überarbeitete Version ihres Navis an, welches den Zugang zu sozialen Netzwerken oder Internet-Radio via Smartphone erlaubt. Kostenpunkt für das Nissan Connect: 672 Euro. Nicht minder neu für den Juke sind die aus dem Note sowie dem brandneuem X-Trail bereits bekannten Sicherheits-Assistenten. Dazu zählen das 360-Grad-Kamerasystem zum gefahrlosen Manövrieren und Einparken, ein Kollisionswarner sowie der Spurhalte- nebst Totwinkelassistent. Selbst Xenon-Scheinwerfer bieten die Japaner jetzt für ihr Spaßmobil an (Serie bei Tekna). Mit diesen Features ist der Juke auf dem aktuellen Stand und braucht sich im Wettbewerbsumfeld rund um Opel Mokka, Renault Captur und Co. keinesfalls zu verstecken.

Autor

Foto

Nissan

Datum

15. Mai 2014
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