Nissan NV300 Kombi 12 Bilder Zoom

Fahrbericht Nissan NV300 Kombi: Japan-Bus mit französischen Wurzeln

Aus Nissan Primastar wird NV300: Der neue Midsize-Transporter basiert auf dem aktuellen Renault Trafic, bietet aber einiges mehr als sein gallischer Genspender. Wir waren mit dem neunsitzigen Kleinbus unterwegs, der bei 30.445 Euro netto startet.

Renault Trafic, Opel Vivaro und Fiat Talento teilen sich bekanntlich eine Plattform. Mit dem neuen Nissan NV300 buhlt nun das vierte baugleiche Modell um die Gunst der Fuhrparkmanager. Preislich liegt das Nutzfahrzeug-Quartett auf Augenhöhe und mit zweijährigen Wartungsintervallen von 40.000 Kilometern bleiben hier wie dort die Betriebskosten in einem überschaubaren Rahmen. Bis auf ein paar optische Stilelemente sind alle vier identisch, sie rollen sogar gemeinsam in Frankreich vom Band. Warum sollte man sich da ausgerechnet für den Nissan entscheiden?

Besonders spendable Garantie und mehr Ausstattung

Es gibt mehrere schlagkräftige Gründe, die für den japanischen Ableger sprechen, denn der hält ein paar Trümpfe in der Hinterhand. Beispielsweise die fünfjährige Neuwagengarantie bis 160.000 Kilometer als exklusives Alleinstellungsmerkmal. Ebenso sind beim NV300 schon viele Dinge werksseitig an Bord, die bei seinen Plattform-Brüdern optional erkauft werden müssen. Dazu zählen unter anderem die Seiten- und Kopfairbags vorne, ein Fach unter der Beifahrerdoppelsitzbank, eine Smartphone-Halterung, Schiebefenster in der zweiten Reihe sowie eine Klimaanlage vorne und hinten für den Neunsitzer.

Sechs oder neun Sitze

Nissan bietet den NV300 entweder als sechssitzige Doppelkabine oder als Kombi-Version mit neun Sitzplätzen in jeweils zwei Längen an. Wobei schon die Kurzausgabe mit fünf Metern Länge für ordentliche Platzverhältnisse bis hin in die dritte Reihe sorgt. Wird hingegen die 40 Zentimeter längere L2-Variante gewählt, wächst das Standard-Kofferraumvolumen bis zur Laderaumabdeckung von 550 auf 890 Liter und kann durch das einfache Umlegen der Rücksitze erweitert werden.

Fahrer-Komfortsitz und Verstaumöglichkeiten ohne Ende

Der Innenraum vermittelt mit ansehnlichen, aber robusten Kunststoffen einen wohnlichen Eindruck. Auch das Mobiliar ist bequem und der Fahrer erhält mit serienmäßiger Lordosenstütze und Armlehne eine angenehme Körperunterstützung. Gut: Obwohl das Lenkrad nicht in der Weite verstellbar ist, finden die meisten Personen eine angenehme Position hinter dem Volant. Mehr als praxistauglich ist das Angebot an Ablagemöglichkeiten mit insgesamt üppigen 90 Litern Stauvolumen. Angefangen beim doppelten Handschuhfach bis hin zu den großen breiten Türfächern lassen sich im Nissan allerhand Utensilien verstauen.

Zwei hubraumgleiche Diesel für den Kombi

Das Motorenangebot fällt für den Kleinbus mit zwei hubraumgleichen Selbstzündern (125 und 145 PS) übersichtlich aus. Wir waren mit der kräftigeren Leistungsstufe unterwegs. Der doppelt aufgeladene 1,6-Liter dCi hat mit dem Nissan leichtes Spiel. Er entfaltet sein maximales Drehmoment von 340 Nm bei 1.500 Touren, dementsprechend früh legt er los und ist keinesfalls untermotorisiert. Im Gegenteil, der mittels Adblue und Denox-Kat entgiftete Antrieb bietet gute Fahrleistungen und bleibt über ein breites Drehzahlband schön durchzugskräftig.

Auch das Sechsganggetriebe gefällt. Der Schalthebel sitzt griffgünstig auf der Mittelkonsole und lässt sich leichtgängig bedienen. Darüber hinaus ist das Geräuschniveau sowohl beim Beschleunigen als auch mit Landstraßentempo angenehm niedrig, was zum einem am laufruhigen Antrieb sowie an einer wirkungsvollen Geräuschdämmung liegt. Aber nicht nur die Ohren, auch die Bandscheiben werden geschont, denn der NV300 poltert nicht unbeholfen über Unebenheiten, sondern bietet obendrein noch einen guten Fahrkomfort auf schlechten Straßen.

Autor

Foto

Nissan

Datum

11. November 2016
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