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Fahrbericht Nissan X-Trail: Japan-SUV bekommt rundere Formen

Beim neuen X-Trail gibt sich Nissan nun nicht mehr die Kante, sondern hat die Formensprache für das neue Modell merklich geglättet. Der Japaner wirkt modern und ist mit zahlreichen Assistenzsystemen ausgerüstet.

Nichts bleibt wie es war: Seit seiner Markteinführung 2001 hielt Nissan beim X-Trail an der klobig-kantigen Designlinie fest. Kein Wunder, schließlich ergaben damalige Kundenbefragungen, dass die rustikale Form mit nahezu gerade verlaufender Motorhaube bei den X-Trail Besitzern besonders gut ankam. Wenn im Juli die dritte Generation debütiert, heißt es umdenken, denn mit weichen Rundungen hat sich die optische Anmutung völlig verändert. Ecken und Kanten lassen sich eben nur schwer mit einer besseren Aerodynamik in Einklang bringen.

Ein waschechter Geländewagen war der X-Trail ohnehin nie, eher einer der Wald- und Wiesenwege sowie leichtes Terrain gut beherrscht. Abgespeckt hat der Neue zudem und zwar um gut 90 Kilo, obwohl er bei den Abmessungen etwas zugelegt hat. Am deutlichsten beim Radstand, der mit 2,61 Metern um gut acht Zentimeter gestreckt wurde. Das sorgt für wesentlich bessere Platzverhältnisse im Fond, die der X-Trail nun wirklich benötigt, denn das SUV kann jetzt wahlweise als Fünf- oder Siebensitzer geordert werden.

Der X-Trail ist ein Raumwunder: aber nur als Fünfsitzer

Die erste und zweite Reihe bietet viel Platz, wobei die erste nicht zwingend die bessere Wahl ist. Auf der in der Länge verschiebbaren Rückbank sitzt es sich nämlich ähnlich entspannt wie in einem englischen Kaminzimmer. Es herrscht reichlich Kopf- und vor allem Beinfreiheit, hier entspannt man gern. Sehen lassen kann sich auch das Gepäckabteil mit einem Fassungsvermögen von 550 bis maximal 1.982 Liter, Der doppelte Ladeboden kann dabei zweckentfremdet werden und erlaubt mit wenigen Handgriffen bis zu neun verschiedene Unterteilungskonfigurationen. Das schafft Ordnung.

Nur logisch, dass der 4,64 Meter lange X-Trail nicht zaubern kann, denn wird er als Siebensitzer bestellt (672 Euro netto), schrumpft das Volumen bei voller Bestuhlung auf nur 135 Liter. Wer die volle Kapazität ausnutzen möchte, kommt um Kompromisse nicht herum. Der Einstieg nach ganz hinten gelingt nicht ohne Verrenkungen und die Plätze sechs und sieben sind nicht wirklich bequem. Lange Strecken möchte dort kein Erwachsener bewältigen, aber als kurze Mitfahrgelegenheit sind die Zusatzsitze allemal erträglich. Wird der Nissan als Fünfsitzer genutzt, entsteht eine ebene Ladefläche mit mindestens 445 Litern Stauraum. Die dritte Reihe ist voll versenkbar. Auf Wunsch öffnet und schließt die Heckklappe elektrisch. Muss noch mehr transportiert werden: auch kein Problem. Der X-Trail zieht bis zu zwei Tonnen Anhängelast hinter sich her.

Wahlweise mit Frontantrieb und Allrad, aber nur ein Turbodiesel im Programm

Das ist schon mutig: Der derzeit einzig lieferbare Antrieb beschränkt sich auf einen 130 PS starken Turbodiesel. Er schöpft seine Kraft aus 1,6 Litern Hubraum. Im nächsten Jahr kommt zwar noch ein 1,6-Liter Benziner mit 163 PS hinzu, der dürfte aber unter kostengetriebenen Außendienstlern eher eine untergeordnete Rolle spielen.

Der Selbstzünder ist serienmäßig an ein präzises Sechsganggetriebe gekoppelt, ein Automatikgetriebe (stufenlos) ist hingegen nur für den Fronttriebler lieferbar. Geräuscharm und kultiviert nimmt der Motor seine Arbeit auf. Der Vierzylinder-Turbo schickt 320 Newtonmeter Drehmoment auf den Antriebsstrang und beschleunigt den mindestens 1,5 Tonnen schweren X-Trail ausreichend durchzugsstark. Ob auf der Landstraße oder der Autobahn, schnell wird klar, dass es der Japaner am liebsten gemütlich angeht. Flotte Sprints sind weniger seine Stärke, dafür fehlt ihm einfach Power. Wer ihn aber zurückhaltend fährt, kommt im Schnitt mit einem Verbrauch von 6,4 Litern aus. Das sind zwar eineinhalb Liter über dem Werksversprechen. Das ist aber für so ein geräumiges Auto immer noch akzeptabel.

Basisversion bereits ordentlich ausgestattet

Der Nissan X-Trail beginnt bei 22.311 Euro. Dafür bekommt der Kunde schon einiges Nützliches mitgeliefert. So hat das Basismodell Visia neben einem Tempomat, einer Einparkhilfe mit Notbrems- und Spurhalteassistent sowie Verkehrszeichenerkennung gleich drei Assistenzsysteme serienmäßig an Bord. Kaum noch Wünsche offen lässt die Ausstattung der Topversion Tekna (29.118 Euro), die unter anderem mit Voll-LED-Scheinwerfern, Ledersitzen sowie einem großen Glasschiebedach reichhaltig bestückt ist und noch mit vielen weiteren Assistenzsystemen wie der Kamera-Umfeld Überwachung "Safety Shield" ergänzt werden kann.

Autor

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Nissan

Datum

13. Mai 2014
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