Peugeot Boxer 19 Bilder Zoom

Fahrbericht Peugeot Boxer 335: Facelift geglückt

Wie könnten man die Qualitäten eines Transporters besser testen als bei einem Umzug? Also ließen wir drei Mann schwitzen und stöhnen und ächzen, bis eine komplette Dreizimmerwohnung im 13 m3 großen Laderaum des Peugeot Boxer verstaut war.

Aber erstmal die Fakten: Die dritte Generation des Peugeot Boxer wurde eben erst überarbeitet. Am Grundkonzept haben die Franzosen festgehalten: Den großen Transporter gibt es mit drei Radständen, in vier Längen und drei Höhen. Damit deckt er Ladevolumina von 8 bis 17 m3 ab.

Praktische Detaillösungen

Obwohl der Kastenwagen unsere Umzügler mit nacktem Blech im Laderaum begrüßte (Bodenplatte: 640 Euro, verkleidete Wände: 120 Euro), ließen sich Betten und Schränke passgenau verstauen und verzurren. Wer allerdings nachts lädt, sollte eine Zusatzlampe parat halten, denn die geöffneten Hecktüren verdecken die Rückleuchten. Praktisch: In einem vom Laderaum aus zugänglichen Fach über dem Fahrerhaus können die Transporteure private Taschen oder Klamotten verstauen. So laufen sie keine Gefahr, dass die Sachen versehentlich in der neuen Wohnung abgeladen werden.

Auf der Fahrt lernten unsere drei Spediteure das überarbeitete Fahrerhaus des Peugeot näher kennen. Der kleinste Kollege musste in die Mitte. Trotzdem kamen seine Knie mit dem großen Staufach der neuen Mittelkonsole ins Gehege. Seine Kollegen waren deutlich komfortabler untergebracht, der Fahrer auf einem höhenverstellbaren und Sitz mit Armlehne. Für die passende Unterhaltung sorgt das neue bluetooth-fähige Navigerät von Tom Tom (1.090 Euro), das sich problemlos mit dem Smartphone verbindet und auch bei schneller Fahrt eine passable Sprachqualität bietet.

Gut gedämmtes Fahrerhaus

Überhaupt lässt es sich im gut gedämmten Boxer entspannt reisen. Der Transporter folgt den Lenkbefehlen willig, läuft nicht aus dem Ruder und vermittelt ein sicheres Fahrgefühl. Assistenzsysteme? Mangelware. Nur einen gut funktionierenden Spurhalteassistenten können die Franzosen bieten. Statt aber dezent am Lenkrad zu zupfen, brummt er vernehmlich. Aber möglicherweise ist das der Trick, denn einen Müdigkeitswarner haben sich die Franzosen ebenfalls gespart. Dafür gibt’s eine Rückfahrkamera (1.110 Euro mit Parksensoren und Radio) oder die beim Parken praktische Anklappfunktion der großen Rückspiegel.

Unsere drei Umzügler sind jedenfalls schnell wieder zuhause. Der spritzige, 130 PS starke 2,2-Liter-Diesel ist bei Vollgas gut für Dauertempo 150. Die letzte Fahrt führt an die Zapfsäule: Trotz vieler Vollgaspassagen verbrauchte der 3,5-Tonner im Schnitt passable 9,7 Litern. Auf der genormten FIRMENAUTO-Verbrauchsrunde begnügte sich der beladene Transporter sogar mit nur 8,8 Liter/100 km, was für die Wirtschaftlichkeit des mit einem Start-Stopp-System kombinierten Vierzylinders spricht.

Wer auf ausgefeilte Fahrhilfen wie Totwinkelwarner oder Seitenwindassistent verzichten kann, findet im Peugeot Boxer also einen ausgereiften Transporter, der zudem von Peugeot im Ein-Rechnungs-Geschäft in vielen Branchenausbauten angeboten wird.

Autor

Foto

Thomas Küppers

Datum

20. Oktober 2014
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