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Fahrbericht: Skoda Octavia Combi: Detailverliebter Pragmatiker

Der Skoda Octavia ist das beliebteste Fahrzeug im Portfolio der tschechischen VW-Tochter. Nach dem Debüt der neuen Limousine folgt nun der Combi. Der kostet nur 546 Euro mehr, bietet enorm viel Platz und wartet mit cleveren Finessen auf.

Unter preisbewussten Käufern galt der Skoda Octavia lange Zeit als Geheimtipp. Logisch, denn der tschechische VW Golf-Ableger nutzt die gleiche Technik, liegt aber preislich weit unter dem Platzhirschen aus Wolfburg. Die Preispolitik kommt natürlich an – nicht nur bei Privatpersonen sondern insbesondere auch Firmenkunden. Inzwischen hat sich der Octavia längst zum Importauto Nummer 1 in Deutschland gemausert.

Stark am hohen Erfolg beteiligt ist der praktische Kombi, den die Tschechen traditionell weiterhin mit „C“ schreiben und der einen Verkaufsanteil von über 90 Prozent am Gesamtvolumen ausmacht.

Kompakter Skoda Octavia Combi fast schon Mittelklasse

Die dritte Auflage des tschechischen Lademeisters präsentiert sich optisch markanter und hat um einiges zugelegt. Mit einer Länge von 4,66 Metern und einem Radstand von knapp 2,69 Metern ist der neue Octavia Combi dem Kompaktsegment fast schon entwachsen. Er rückt selbst Ranghöheren wie dem VW Passat Variant bedrohlich dicht auf die Pelle.
Besonders der um fast elf Zentimeter gewachsene Achsenabtand sorgt beim Octavia Combi für üppige Raumverhältnisse. Im Innern geht es überaus geräumig zu – selbst für langbeinige Gäste im Fond. Die können sich über eine überaus fürstliche Beinfreiheit freuen. Überhaupt fällt das Platzangebot speziell in Reihe zwei so luftig aus, dass sich sogar manch größerer Mittelklasse-Kombi davon eine dicke Scheibe abschneiden kann.

Wer die weit aufschwingende Heckklappe öffnet (auf Wunsch elektrisch), bemerkt schnell, dass Skoda beim Gepäckabteil nicht minder spendabel war. Stolze 610 Liter sind es – das ist Klassenbestwert. Sie brauchen mehr? Auch kein Problem. Hierzu werden einfach die geteilten Rücksitzlehnen vom Kofferraum aus entriegelt. Schon wächst das glattflächige Frachtabteil auf üppige 1.740 Liter. Hilfreich beim Be- und Entladen von schwerem Ladegut ist die niedrige Ladekante. Für lange Gegenstände kann die Beifahrerlehne nach vorn geklappt werden.

Praktische Lösungen im Skoda

Darüber hinaus erleichtern viele einfallsreiche Details den täglichen Umgang mit dem Kombi. Angefangen vom doppelten Ladeboden über eine Wendematte für saubere oder verschmutzte Kleidung, den Abfallbehälter im Türfach bis hin zur Kofferraumabdeckung in der nasse Jacken oder Regenschirme ähnlich wie in einer Hängematte abgelegt werden können. So viele durchdachte Lösungen verlangen Annerkennung, auch wenn diese zumeist aufpreispflichtige Extras sind. Dass bei der Entwicklung des Octavia Combi ausschließlich Pragmatiker am Werk waren, beweisen weitere praktische Details, wie der im Tankdeckel integrierte Eiskratzer, das kleine Staufach unter dem Fahrersitz für die Warnweste bis hin zum Tickethalter an der Windschutzscheibe.

Der Innenraum und das Cockpit entsprechen weitgehend der Limousine und sind gleichermaßen aufgeräumt und solide verarbeitet. Der Skoda Octavia Combi lässt auch was die Sicherheitsausstattung angeht kaum etwas vermissen. Serienmäßig hat er sieben Airbags. Auf Wunsch gibt es noch zwei Seitenaribags für die Fondpassagiere. Auch in Sachen Assistenzsystemen bietet der Skoda alles Erdenkliche was des Außendienstlers Herz begehrt. Angefangen beim Spurhalteassistenten, über die Verkehrszeichenerkennung, die City-Notbremsfunktion oder dem Einparkautomaten. Sollte das Budget mitspielen, ist das Traveller Paket (ab 2.008 Euro für Elegance) eine Empfehlung, da es neben vielen Assistenten auch das userfreundliche Navigationssystem Columbus beinhaltet.

Sechs Motoren zum Start

Zum Verkaufsstart am 25. Mai sorgen vier Benziner und zwei Turbodiesel für den Antrieb. Später kommen ein kleiner Selbstzünder mit 90 PS und eine 110 PS-Spritsparvariante mit laut Skoda nur 3,3 Litern Verbrauch hinzu. Ab Juli gibt es auch wieder Allrad-Versionen. Für das erste Kennenlernen wählten wir den 150 PS starken 2.0 TDI in Verbindung mit Sechsgang-DSG. Der nimmt seine Arbeit kultiviert auf und entfaltet seine Kraft schön gleichmäßig. Überhaupt fährt sich der Skoda ausgewogen und handlich. Dabei glänzt er mit hohem Abrollkomfort. Damit eignet er sich auch hervorragend für lange Strecken.

Man muss daher lange Suchen um Kritikpunkte festzustellen. Denn der Octavia Combi leistet sich keine großartigen Schwächen. Höchstens bei der Preisgestaltung, die ist nämlich verbesserungswürdig. So startet der 1.2-Liter TSI zwar schon bei günstigen 13.983 Euro und ist ein richtiges Schnäppchen. Interessante Features wie Fahrerassistenten oder selbst ein Radio ab Werk sind aber für das Basismodell Active erst gar nicht erhältlich. Deshalb kann man sich das Einstiegsmodell gleich schenken und ist gezwungen die nächst höhere Ausstattungsstufe Ambition zu bestellen. Die kostet aber gleich rund 2.000 Euro mehr. Kommen dann noch einige Extras hinzu, schmilzt der Preisvorteil enorm. Vergleichen lohnt sich also.

Autor

Foto

Skoda

Datum

15. Mai 2013
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