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Fahrbericht Skoda Yeti: Frischzellenkur für den Yeti

Mit optischem Feinschliff und durchdachten Details gönnt Skoda dem Yeti ein Facelift. Darüber hinaus fahren die Tschechen jetzt zweigleisig und bieten neben dem regulären Modell eine Outdoor-Variante für den leichten Geländeeinsatz an.

Seit seiner Präsentation 2009 zählt der Skoda Yeti zu den Gewinnern, denn mit fast 300.000 Einheiten gehört er zu den Dauerbrennern der tschechischen VW-Tochter. Nur unter den Dienstwagen konnte er sich bisher noch keinen großen Namen machen. Der gewerbliche Anteil liegt bei gerade mal 10 Prozent. Warum eigentlich? Am Yeti selbst kann es nicht liegen, schließlich überzeugt er mit einem variablem Raumangebot, einer soliden Verarbeitung sowie bewährter VW-Technik.

Leichtes Gelände meistert der neue Yeti Outdoor problemlos

Vielleicht kann die Modelpflege zusammen mit der neu eingeführten Outdoor-Variante jetzt etwas daran ändern. Der könnte Jägern oder anderen Forstbewohnern den letzten Schrecken vor unwegsamen Wald- und Feldwegen nehmen. Okay, die eigenständigen Styling-Zutaten mit silberfarbenen Designelementen an den Stoßfängern und den Seitenschutzleisten an den Türen sind Geschmackssache. Geschenkt. Auch verzichtet der Yeti weiterhin auf eine Geländeuntersetzung.

Dafür gibt es eine Offroad-Abfahrhilfe, mit der sich der Yeti spurtreu und vollautomatisch am Hang herunterhangeln kann sowie einen robusten Unterfahrschutz. Da der Zuschlag für den Yeti Outdoor- mit schlappen 168 Euro überaus moderat ausfällt, könnten nun Förster vielleicht doch noch schwach werden und dem teureren VW Tiguan den Rücken kehren, besonders wenn sie hören dass der Allradantrieb überarbeitet wurde und nun schneller reagiert. Damit ist der Skoda auf jeden Fall auf der Höhe der Zeit und vollkommen konkurrenzfähig.

Nasenkorrektur ist die wichtigste stylistische Neuerung

Die optischen Veränderungen fallen beim Yeti und dem neuen Yeti Outdoor vor allem an der Frontpartie sofort ins Auge. Vorbei ist das Kindchen-Schema beim geglätteten SUV. So wurden die kullerrunden und gleichermaßen kecken Nebelscheinwerfer entfernt und durch rechteckige, weit unten positionierte Leuchten ausgetauscht. Schon schade, dafür hat der Yeti mit optionalen Bi-Xenon Scheinwerfern und LED-Tagfahrlicht nachgelegt.

Hübsches Interieur und durchdachte Features an Bord

Der Innenraum wurde mit einem neuen Dreispeichen-Lenkrad und Dekorleisten am Cockpit aufgewertet. Vorne punktet der Yeti mit vorbildlich ablesbaren Instrumenten, einfacher Bedienung und genügend Ablagen. Den Fond mit seinen drei klappbaren, wie herausnehmbaren Einzelsitzen kennen wir schon aus dem Vorgänger. Es ist um 15 Zentimeter in der Länge verschiebbar und bietet seinen Gästen eine bequeme Beinfreiheit.

Neues bietet der Yeti in Form von vielen pfiffigen Detaillösungen. Die kosten nicht viel, sind aber richtig praktisch. Beispiele? Bitte sehr. So befindet sich die Warnweste des Fahrers griffgünstig unter seinem Sitz und der Teppich im Kofferraum verfügt über eine gummierte Seite, die unempfindlich gegen Schmutz ist. Nicht unerwähnt darf die herausnehmbare LED-Taschenlampe im Gepäckabteil bleiben sowie vier stabile Halter für Einkaufstüten, die für Ordnung sorgen. Sollte das nicht reichen, haben die Tschechen noch eine Armada von Verzurrnetzen im Angebot.

Zwei verschiedene Spritsparer

Für besonders ökonomische Dienstwagenfahrer hält Skoda die beiden Spritsparversionen Green tec und Green Line bereit. Während beim Green tec eine Start-Stopp-Funktion sowie die Bremsenergierückgewinnung die Ressourcen schonen, kommen beim Green Line noch Leichtlaufreifen und eine windschlüpfrig abgesenkte Karosserie hinzu. Wir wählten für unser erstes Kennenlernen den 140 PS starken 2.0 TDI mit DSG-Doppelkupplungsgetriebe (1.513 Euro). Zwar konnte der Knauserdiesel das angegebene Verbrauchsversprechen von 5,1 Litern nicht einhalten, es waren eineinhalb Liter mehr, dafür überzeugt der Yeti mit einem guten Fahrkomfort und das automatisierte Getriebe mit flotten Schaltvorgängen.

Bis zu neun Airbags und ein überarbeiteter Einparkassistent

In punkto Sicherheit kann der Yeti neben den regulären sechs Airbags noch einen Luftsack für die Knie des Fahrers vorweisen und die hinten mitfahrenden Kollegen können im Falle eines Falles den optionalen Seitenairbags vertrauen. Neben dem bekannten Müdigkeitswarner, der den Piloten bei nachlassender Konzentration zur Pause bittet, hat Skoda den halbautomatischen Parkassistenten überarbeitet. Der erkennt jetzt nicht nur Lücken in Längs-, sondern auch in Querrichtung. Besonders stolz sind die Tschechen zudem auf die Rückfahrkamera. Die kann zwar nichts Überragendes vorweisen. Trotzdem: Der Yeti ist der erste Skoda in der Firmengeschichte, der überhaupt mit diesem Feature ausgestattet wurde.

Autor

Foto

Skoda

Datum

6. November 2013
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