Subaru Outback 10 Bilder Zoom

Fahrbericht Subaru Outback: Landgenuss für Traditionalisten

Der Subaru Outback geht in die fünfte Runde. Vor allem in puncto Komfort und Sicherheit hat der robuste Crossover-Kombi hinzugewonnen.

Boxermotor und Allradantrieb sind die Markenzeichen von Subaru. An dieser Philosophie wurde auch beim neuen Outback nicht gerüttelt. Die fünfte Generation gibt sich mit nahezu identischen Abmessungen lediglich am neuen Kühlergrill, der schwarzen Rundum-Verkleidung im unteren Karosseriebereich sowie den glubschäugigen Nebelscheinwerfern zu erkennen.

Komfortables Reiseauto mit Geländefähigkeiten

Bei Subaru spielen die inneren Werte eben eine größere Rolle. Die Techniker konzentrierten sich auf die Karosserie und das Fahrwerk des Crossover-Kombis. Die A-Säule wurde etwas nach vorne gerückt, was Übersicht und Raumgefühl verbessern. Die Karosserie ist nun deutlich steifer, zudem wurden neue Radaufhängungspunkte gewählt. Der Outback rollt deshalb komfortabler ab als zuvor und zusammen mit dem niedrigen Schwerpunkt des Boxermotors liegt er schön satt auf der Straße.

An der Lenkung haben die Japaner ebenfalls gefeilt. Die neue elektronische Servolenkung steuert den Subaru zielgenau ums Eck, gibt beim Einlenken mehr Rückmeldung als beim Vorgänger. Und Torque Vectoring gleicht schnelle Lenkeingriffe gekonnt mit einer aktiven Drehmomentverteilung aus. So fährt sich der Outback trotz seiner 20 Zentimeter Bodenfreiheit agil und sportlich. Hier kommt dem Outback auch sein permanenter Allradantrieb zu Gute, der ihn zudem sicher über schlecht befahrbare Seitensträßchen führt.

Ein 150-PS-Diesel und ein 175-PS-Benziner

Die Motoren sind alte Bekannte. Sowohl der 2,5-Liter-Benziner (175 PS) als auch der Zweiliter-Diesel (150 PS) halten nun aber Euro 6 ein. Dafür haben die Ingenieure unter anderem die innere Reibung verringert sowie mit neuen Einspritzdüsen den Einspritzdruck erhöht. Außerdem hat Subaru bei der Dämmung nachgebessert. Von Motor oder anderen Außengeräuschen ist im Innenraum kaum noch etwas zu hören. So entpuppt sich der rustikal und robust wirkende Outback als angenehmes Reiseauto. Zumal die Stoffsitze bequem sind, auf der Rückbank mehr als ausreichend Beinfreiheit herrscht und der Kofferraum nochmals um 33 auf 556 Liter gewachsen ist.

Beim Diesel hat der Kunde die Wahl zwischen einer Sechsgang-Box und einem stufenlosen CVT-Getriebe (Lineartronic), welches der Benziner serienmäßig mitbringt. Wer sich für den Selbstzünder entscheidet, sollte die 2.100 Euro in die Automatik-Variante investieren. Das stufenlose CVT-Getriebe nervt nicht wie üblich mit hohen Drehzahlen und laut aufheulendem Motor, sondern macht das Fahren deutlich entspannter. Die Sechsgang-Schaltung hingegen ist zwar präzise, die Gänge lassen sich aber eher Sportwagen-typisch nur mit Kraftaufwand einlegen. Lediglich der geringere Kraftstoffverbrauch von 5,6 Litern spricht für den Handschalter (Lineartronic: 6,1 Liter).

Neues Assistenzsystem Eyesight

Wer die Lineartronic dazu bucht, bekommt automatisch das neue Assistenzsystem Eyesight von Subaru dazu. Eine Stereokamera an der Windschutzscheibe mit links und rechts vom Rückspiegel platzierten Kameralinsen erkennt Autos, Motorräder, Radfahrer und Fußgänger. Eyesight vereint gleich mehre Assistenten: einen Notbremsassistenten, einen Anfahrkollisionswarner, einen Abstandstempomaten mit Stop-and-go-Funktion sowie einem Spuverlassenswarner.

Weil es sich um ein rein optisches System handelt, bei dem sich das Sichtfeld auf einen 35-Grad-Winkel vor dem Fahrzeug beschränkt, erkennt der Outback weder Querverkehr noch Hindernisse rund ums Auto. Zudem erfasst Eyesight nur Fahrzeuge bis 110 Meter Entfernung. Bei schlechtem Wetter oder Dunkelheit schwächelt das System genauso, wie das menschliche Auge. Nur gut, dass Subaru statt der bisherigen Xenon-Lichter auf LED-Scheinwerfer umgerüstet hat. Die gibt es schon ab der zweiten Ausstattungslinie Active serienmäßig.

Wer noch auf das Navi-System mit 7-Zoll-Touchscreen sowie Annehmlichkeiten wie die elektrische Heckklappe und das Panoramaglasdach besteht, muss weitere 2.100 Euro für die höhere Comfort-Ausstattungslinie überweisen. Als Sonderausstattung weist Subaru dann nur noch Metallic-Lackierung und Lederausstattung aus. Eine üppige Serienausstattung hat bei Subaru eben auch Tradition.

Autor

Foto

Subaru

Datum

7. April 2015
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