Subaru XV 2.0D 14 Bilder Zoom

Fahrbericht Subaru XV 2.0D: Kompakt und günstig

Den kompakten SUV Subaru XV gibt es nun zum Kampfpreis. Doch das Modell kann mehr als nur billig.

Die Einführung des XV war für Subaru ein Glücksgriff. Nicht, dass der kompakte SUV die Marke in die höheren Sphären der Zulassungsstatistik katapultiert hätte. Aber mit fast 1.200 verkauften Autos im vergangenen Jahr entwickelte sich der XV zum zweitwichtigsten Modell von Subaru. Er verhalf den Allrad- und Boxerexperten zu einem Wachstum von immerhin 5,3 Prozent in Deutschland.

Der 4,45 Meter lange XV teilt sich die Plattform mit dem Impreza. Doch der rutscht inzwischen mehr oder weniger ab in die Bedeutungslosigkeit. Das spiegelt die Realität in Fuhrparks und auf den Straßen wider. Deutschlands Autofahrer kehren klassischen Limousinen und Kombis den Rücken und steigen um in SUV. Kurz, kompakt, hoch und übersichtlich soll das Auto sein. Und wenn dann noch das Design stimmt, ist alles gebongt.

Gute Verarbeitung, vernünftige Ausstattung

Schlecht sieht der XV jedenfalls nicht aus. Zumal er nun mit der Modellpflege eine etwas bulligere Front bekommt, mit neuen Scheinwerfern und geänderten Stoßfängern. Innen bleibt alles weitgehend beim Alten. Vom Hartplastik-Design hat sich die Marke glücklicherweise längst verabschiedet. Cockpit und Materialien machen einen soliden Eindruck und die farbig abgesteppten Sitze bringen ein wenig Pepp in den Innenraum. Der je nach Ausstattung bis zu sieben Zoll große Touchscreen der neuen Kommandozentrale lässt sich gut ablesen, doch die Navi lässt mit ihren viel zu späten Ansagen den Fahrer häufig im Stich.

Technisch schwimmt der XV nicht im Mainstream. Autos von Subaru sind immer ein wenig anders. So gibt es beispielsweise keinen spritsparenden Fronttriebler. Stattdessen hat sich die Marke dem permanenten Allradantrieb als Standard verschrieben. Die meisten anderen Hersteller arbeiten mit einer Haldex-Kupplung, die erst bei Bedarf den Antrieb auch auf die Hinterachse weiterleitet. Ob die zwanzig Millisekunden Zeitvorsprung einen echten Sicherheitsgewinn bedeuten, wie es Subaru hervorhebt, bleibt dahingestellt. Fakt ist: Mit vier angetriebenen Rädern unterm Hintern fährt man nicht nur im Gelände, sondern auch bei Schnee und Regen sicherer.

Fakt ist auch: Subaru hat im Rahmen der ersten Modellpflege den Einstiegspreis des XV gleich um 1.600 Euro (alle Preise netto) gesenkt. Man kann lange suchen, bis man für 16.800 Euro einen allradgetrieben kompakten SUV findet, samt Klimaautomatik, Sitzheizung und 17-Zoll-Alurädern. Der Nissan Qashqai hält mit, aber nur mit Frontantrieb. Opel Mokka und Mazda CX-3 starten günstiger, sind aber auch deutlich kleiner.

Der Diesel ist die beste Wahl

Für diesen Kampfpreis gibt es den XV allerdings nur mit einem schlappen 114-PS-Benziner. Für den Firmenwagen eignet sich der spritzige, 147 PS starke Diesel (5,4 l/100 km, 141 g CO2) besser. Der ist, wie alle Subrau-Motoren, ein Boxer. Wobei es den meisten Fahrern egal sein dürfte, ob ihre Kolben parallel oder voneinander weg durch die Brennräume flitzen. Doch das Boxerprinzip hinterlässt zumindest subjektiv den Eindruck, dass hier richtig eingeheizt wird. Der ab 22.765 Euro erhältliche XV 2.0D ist ein bärenstarker und angenehm leiser Langstreckentourer, samt Xenonlicht, großem Farbbildschirm und Rückfahrkamera, aber ohne Automatik. Macht nichts, der Schalthebel des knackigen Sechsganggetriebes bleibt sowieso meist im höchsten Gang, ohne dass der Motor ins Stottern kommt.

2016 will Subaru sogar acht Prozent mehr Autos verkaufen in Deutschland. Der XV hat das Potenzial, seinen Beitrag zu leisten. Fünf Jahre oder 160.000 Kilometer Garantie, ein konkurrenzfähiger Preis und vernünftige Ausstattung ziehen bisher jedoch vorwiegend bei den privaten Käufern. Mit einer Automatik für den Diesel sowie mehr Leasing- und Businessangeboten würde sicherlich auch bei den Firmenkunden und Vielfahrern mehr laufen.

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Subaru

Datum

4. März 2016
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