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Fahrbericht Suzuki Swift 1.2: Wunderbar einfach

Der Suzuki Swift ist so etwas wie der Normalo unter den Kleinwagen. Er bietet wenig Schnickschnack, macht dafür umso mehr Spaß.

Testredakteure von FIRMENAUTO gehören zur Spezies der privilegierten Autofahrer. Sie sollen neugierig sein auf alles was Räder hat. Keine Dienstwagenordnung schränkt sie in der Fahrzeugwahl ein, kein Fuhrparkleiter bremst sie aus. Und wenn das Auto nichts ist, geben sie es nach ein paar Testkilometern einfach wieder zurück.

So schaffen es auch Exoten wie der Suzuki Swift in unseren Fuhrpark. Der 3,85 Meter kurze Japaner wuselt seit über 30 Jahren über unsere Straßen, seit 2010 in der mittlerweile fünften Modellgeneration. Die wirkt immer noch frisch und ansehnlich, sodass besonders jüngere Käufer auf das ab 9.400 Euro netto erhältliche Modell abfahren. Trotzdem ist er nur selten auf Firmenparkplätzen zu sehen.

Schade eigentlich, denn dieses Auto hätte es verdient. Weil es so herrlich normal ist: Kein totgeschrumpfter Motor, kein Turbo, keine Direkteinspritzung, keine Warnpiepser oder aufleuchtende Kaffeetassen, die den Fahrer zur Pause mahnen.

Kleiner, aber ordentlicher Sauger

Stattdessen gibt es einen quirligen Euro-6-tauglichen Sauger mit vier Zylindern und variabler Ventilsteuerung, der ordentlich gedreht werden will, bevor er seine 94 PS und nur 118 Nm Drehmoment auf die Straße bringt. Trotzdem verbraucht er nur zwischen fünf und sechs Liter. Vermissen wir im Kleinwagen einen sechsten Gang, wenn wir sowieso meist in der Stadt unterwegs sind? Brauchen wir mehr Dampf? Ganz sicher nicht. Wer kurze Strecken fährt, zig-mal ein- und aussteigt, freut sich über die problemlose Bedienung und die übersichtliche Karosserie. Der Swift gehört beispielsweise zu den wenigen Autos, die sich wie früher ohne Parkpiepser zentimetergenau in engste Lücken zirkeln lassen und die selbst engsten Parkhäusern den Schrecken nehmen.

Die Ausstattung der Comfort-Version orientiert sich an dem, was man im Alltag wirklich braucht. Für knapp über 13.000 Euro netto bekommt man den Fünftürer mit den klassenüblichen Nettigkeiten und zusätzlich Nebelscheinwerfer, ein schlüsselloses Startsystem, Klimaautomatik und einen Licht-/Regensensor. Das Ganze verpackt in einem ansehnlichen und gut verarbeiteten Innenraum, der zumindest vorne mehr als genug Platz bietet. Die hinten Sitzenden werden aber ein wenig am Knie gezwickt und allzu viel Gepäck sollte man auch nicht mitnehmen.

Schwächen bei der Ausstattung

iPhone-Besitzer müssen zudem damit leben, dass das serienmäßige Radio per Bluetooth nur mit Android Smartphones kommuniziert. Auch die Sitzheizung ist verbesserungswürdig. Sie hat nur eine Stufe und die heizt, dass der Hintern glüht. Damit kann man aber leben, denn an den großen und bequemen Sitzen selbst gibt es nichts zu meckern. Da auch das Fahrwerk jede Härte vermeidet und sanft federt, werden die Rücken der Insassen geschont. So lockt uns der Swift mit seiner direkten Lenkung und der knackig präzisen Schaltbox bald hinaus auf kurvige Landstraßen. Dort fühlt sich der wuselige Japaner mindestens ebenso wohl wie in der Stadt, pfeilt eilig ums Eck und bietet jede Menge Fahrspaß.

Noch haben die wenigsten Flottenmanager Suzuki auf dem Schirm. Dabei sprechen drei Jahre Garantie, günstige Preise und eine solide Verarbeitung durchaus für die Marke. Der Swift beispielsweise belegt im aktuellen Dekra Gebrauchtwagenreport Platz vier von 52 Modellen. Hätte FIRMENAUTO eine Car Policy, so wäre diesem Suzuki ein Platz sicher.

Autor

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Suzuki

Datum

19. Januar 2016
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