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Fahrbericht Suzuki Vitara: Auf der weichen Welle

Der neue Der Vitara schließt die Lücke zwischen dem SX4 S-Cross und dem kleinen Allradler Jimny. Wir waren mit dem 4x4-Turbodiesel unterwegs.

Der japanische Hersteller Suzuki hat in Deutschland einen Marktanteil von einem Prozent. Die meisten Käufer der Marke sind Privatkunden. Flottenkunden finden bei Suzuki so gut wie nicht statt. Vielleicht könnte sich das ja mit dem neuen Vitara ändern.

Der Innenraum wurde funktional gestaltet

Der Suzuki Vitara ist knapp 4,20 Meter lang und reiht sich nahtlos in das boomende Segment der kompakten SUV wie Renault Captur oder Opel Mokka ein. Innen präsentiert sich der Japaner vorbildlich. Das Cockpit ist funktional aufgebaut und man findet sich auf Anhieb zurecht. Auch der mittig platzierte Touchscreen-Monitor für Navi und Audio (Serie bei Topmodell Comfort+) gibt keine Rätsel auf und lässt sich sogar mit einem Smartphone koppeln. Damit ist der Suzuki genauso auf der Höhe der Zeit, wie mit seinem radargestützten Auffahrschutz, der beim gefahren Topmodell Comfort+ zur Grundausrüstung gehört.

Richtig enttäuschend ist dagegen die Materialauswahl. Es gibt nur einfache Kunststoffe an Armaturenbrett und Verkleidungen. Logisch, der Suzuki ist ein kompaktes SUV und keine Luxuskarosse, aber ein bisschen mehr Wertigkeit hätte ihm sicher nicht geschadet. Zumal der Vitara insgesamt solide verarbeitet ist, aber irgendwie versprüht das Material den Charme der 80er Jahre. Auch nicht schön: Die Lehnenverstellung der Vordersitze fällt grobrastig aus und große Personen thronen, trotz Höhenverstellung etwas hoch. Deshalb dauert es, bis eine optimale Sitzposition hinterm Lenkrad gefunden wurde. Das Mobiliar selbst erweist sich aber als bequem und mit befriedigender Seitenführung. Ebenso ist das Platzangebot vorne wie hinten gut und der Kofferraum schluckt ordentliche 375 Liter. Durch Umklappen der geteilten Sitze lässt er sich auf bis zu 1.120 Liter erweitert.

Reichhaltige Möglichkeiten zur Personalisierung

Einen hohen Stellenwert haben die Japaner dem Thema Individualisierung gewidmet. Der Vitara kann mit Zweifarben-Lackierung oder etwa einem verchromten Kühlergrill aufgewertet werden. Fortführen lässt sich das Angebot mit farbenfrohen Akzenten an Cockpit, Lenkrad und Lüftungsdüsen ganz nach Belieben. Selbst für die große Analog-Uhr auf der Mittelkonsole stehen unterschiedliche Zifferblatt-Designs im Angebot. Wer mag, kann sich sogar die Tageszeit in Form von japanischen Tiersymbolen anzeigen lassen. Dieser erfrischende Gag ist sogar nicht einmal teuer, sondern kostet nur moderate 55 Euro netto extra.

Übersichtliche Antriebspalette

Das Motorenangebot ist überschaubar. Es gibt nur einen Turbodiesel und einen Benziner. Beide schöpfen ihre Kraft aus 1,6-Litern Hubraum und leisten jeweils 120 PS. Der Selbstzünder, der von Fiat beigesteuert wird, läuft etwas knurrig, erfreut aber mit einer gleichmäßigen Kraftabgabe. Beim Allradmodell gibt sich die Sechsgangschaltung leicht knochig, was aber noch vertretbar ist. Dafür zeigte sich der Vitara sehr genügsam und lag mit 5,2 Litern nur einen Liter über der Werksangabe.

Mit daran beteiligt ist das Allradsystem, welches sich nur bei Bedarf hinzu schaltet. Darüber hinaus kann der Fahrer unter verschiedenen Einstellungen wählen. Von Sport (agil), über Snow (rutschig) bis hin zu Lock (loser Untergrund). Eine Automatik gibt es für den Selbstzünder hingegen nicht, die steht ausschließlich für den quirligen Benziner optional zur Verfügung. Beiden gemeinsam ist ein agiles Fahrverhalten mit ausgewogenem Komfort.

Günstiger Basisbenziner, Diesel erst ab Comfort

Wer auf Allrad und Diesel verzichten kann, erhält mit dem frontgetriebenen Vitara Benziner namens Club für 15.118 Euro netto ein günstiges Einstiegsmodell. Der billigste Turbodiesel beginnt bei 19.151 Euro. Der Preisunterschied ist deshalb so hoch, da er erst ab der nächst höheren Ausstattungsstufe Comfort lieferbar ist. Darin enthalten sind aber schon richtig nützliche Dinge wie Klimaautomatik, Sitzheizung, Rückfahrkamera oder Alu-Räder. Nahezu keine Wünsche offen lässt die Topversion Comfort + mit radargestützter Notbremse, adaptivem Tempomat, Navigation, Panorama-Glasdach und Velourledersitzen. Der Diesel mit Frontantrieb kostet als Comfort+ 22.008 Euro, den Allrad gibt es gegen Zuzahlung von 1.681 Euro.

Autor

Foto

Suzuki

Datum

2. März 2015
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