Toyota Auris 7 Bilder Zoom

Fahrbericht Toyota Auris: Jetzt glänzt er wieder

Ein Facelift bringt dem Auris neue Motoren und einen überarbeiteten Hybrid. Darüber hinaus kommt er im Herbst 2015 mit mehr elektronischen Helfern. Eine erste Ausfahrt.

Zuerst die schlechte Nachricht: Preise für den überarbeiteten Auris gibt es noch keine, schließlich feiert er erst im September seinen Einstand. Aber jetzt die gute Nachricht direkt hinterher: Der Japaner soll nicht teurer werden und weiterhin auf dem Niveau des Alten liegen. Der beginnt als Fünftürer mit 99 PS-Benziner bei rund 13.500 Euro netto. Äußerlich unterscheidet sich der Kompakte von seinem Vorgänger durch die schmale Kühlermaske mit den spitz zulaufenden Scheinwerfern sowie seinen neu gestalteten Rückleuchten in LED-Technik.

Innenraum komplett überarbeitet, neue Fahrerassistenten

Innen blieb so gut wie kein Stein auf dem anderen. Angefangen beim Cockpit mit neuen Instrumenten und dem dazwischen liegendem TFT-Display bis hin zu weicheren Materialien, alles trägt einen frischen Look. Ab der Ausstattungsstufe Comfort ziert darüber hinaus ein Sieben-Zoll-Touchscreen die Mittelkonsole, der sich intuitiv bedienen lässt. Dazu gibt es in der Topversion jede Menge Zierrat in Form von Klavierlack. Der reicht von der Armaturentafel bis in die Türverkleidungen.

Die Sitzposition ist dagegen für große Personen weiterhin nicht optimal, weil sich das vierfach verstellbare Lenkrad nicht weit genug herausziehen lässt. Auch könnten die Sitze etwas mehr Oberschenkelauflage vertragen. Dafür hat Toyota bei der Sicherheit kräftig nachgerüstet. So ist der Auris optional mit dem Fahrerassistenz-Paket Safety Sense lieferbar, dafür gibt es auch sogar schon einen festen Preis: Für 462 Euro umfasst Safety Sense neben einer Verkehrsschilderkennung, automatischem Fernlicht, einen Spurhalteassistenten sowie einem Kollisionswarner. Letzterer erkennt vorausfahrende Hindernisse und – sollte es einmal brenzlig werden – hilft das Anti-Kollisionssystem durch einen aktiven Bremseingriff schlimme Unfälle zu vermeiden. Das Sicherheitsfeature arbeitet in einem Bereich von 10 bis 80 km/h und soll bis Ende des Jahres für gut dreiviertel aller Toyota-Modelle verfügbar sein.

Ein neuer Benziner, ein neuer Diesel von BMW sowie ein überarbeiteter Hybrid

Downsizing ja, aber auf eine Brennkammer wollten die Japaner dann doch nicht bei ihrem nagelneuen Benziner verzichten. Deshalb folgt der kleine 1,2 Liter-Turbo nur bedingt dem aktuellen Trend und hat für mehr Laufruhe statt drei Zylindern derer vier. Der Direkteinspritzer mit 116 PS ersetzt den bisherigen 1,6 Liter mit 132 PS und ist recht munter im Ansprechverhalten und angenehm leise.

Auch der Zweiliter-Turbodiesel (124 PS) wurde in den Ruhestand geschickt. Ihn ersetzt fortan der 1.6 D-4D mit einer Leistung von 112 Pferdestärken. Der neue Selbstzünder stammt von BMW, er leistet bereits im Verso sowie im neuen Avensis seinen Dienst. Der Motor hat Kraft und arbeitet laufruhig. Selbstverständlich haben die Japaner auch ihren Hybrid überarbeitet. Schließlich ist der mit einem Verkaufsanteil von über 45 Prozent der bisher beliebteste Antrieb im Auris. Bei ihm wurden die CO2- Emissionen von 84 auf geringe 75 Gramm/Kilometer abgesenkt. Das entspricht einem Durchschnittserbrauch von 3,5 Litern. Vorher waren es 3,6 Liter.

Feinschliff für Fahrwerk und Lenkung

Das Fahrwerk hat Toyota neu abgestimmt und zeigt sich ausgewogener als zuvor. Der Auris bietet nun mehr Komfort und gleichzeitig etwas mehr Agilität. Ebenso gab es für die elektrsiche Servolenkung ein neues Setup. Das kann allerdings weitaus weniger überzeugen, denn die Lenkung fühlt sich synthetisch an, vermittelt wenig Fahrbahnkontakt und spricht aus der Mittellage heraus eine Spur zu gefühllos an. Schade, denn insgesamt hat der japanische Golf-Konkurrent Toyota Auris mit dem Facelift ein achtbares Stück zugelegt. Aber vielleicht legen die Japaner bis zum Verkaufsstart im September ja hier noch einmal Hand an.

Autor

Foto

Sebastien Mauroy

Datum

30. Juni 2015
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