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Fahrbericht Toyota Verso 2.0 D-4D: Die Optik macht‘s

Mit neuem Markengesicht und verbessertem Zweiliter-Diesel schickt Toyota den Verso in den zweiten Lebensabschnitt. Wer sich nicht nur auf die Basisausstattung beschränkt, kommt sogar günstiger weg.

Beim Facelift des Toyota Verso haben vor allem die Designer kräftig gewerkelt und den Job der Ingenieure zum Teil gleich mit übernommen. Mit neuem Markengesicht rückt der Verso nämlich nicht nur optisch näher an die Brüder Yaris und Auris heran. Die windschnittigere Front reduziert auch gleich den CO2-Ausstoß um ein paar Gramm. Genug für die japanischen Motorenspezialisten. Denn obwohl die halbe Toyota Modellpalette schon mit der ausgereiften Hybridtechnik des Prius die CO2-Werte der Firmenflotten purzeln lässt, muss der Verso auch nach der Modellpflege sogar noch ohne Spritspar-Kniffe wie Start-Stopp auskommen.

Überarbeiteter Zweiliter-Diesel

Nur beim 124 PS starken Zweiliter-Diesel haben sich auch die Ingenieure rangemacht. Ein neuer Turbolader mit variabler Schaufelgeometrie drückt den Verbrauch auf 4,9 Liter (129 Gramm CO2). Die Übersetzung der Sechsgang-Box wurde ebenfalls feinjustiert: das Drehmomentmaximum von 310 Nm liegt jetzt bei 1.600 Touren an. Der 2.0 D-4D bringt den Van so vom Start weg ordentlich in Schwung und fängt auch oberhalb von 3.000 Touren nicht regungslos zu Knurren an.

Im Innenraum haben sich dann auch die Designer wieder zurückgehalten. Das Cockpit wurde nur dezent mit Chrom aufpoliert. An den Türverkleidungen, der Mittelarmlehne und den Sitzwangen verwöhnt uns der Verso ab der höchsten Ausstattungsstufe Executive mit Leder. An den weichen und noch besser um die Lenden geschnittenen Vordersitzen dürfen sich wiederum alle Kunden erfreuen. Genauso wie am überarbeiteten Fahrwerk, welches nun etwas feinfühliger auf ruppige Pisten reagiert und an der Lenkung, die mehr Rückmeldung gibt.

Variabler Innenraum mit vielen Ablagen

Der größte Trumpf des kompakten Japaners ist und bleibt aber sein variabler Innenraum mit Easy-Flat-Sitzsystem. Im Siebensitzer (ab Life für 546 Euro) können wir insgesamt 32 Sitzkonstellationen durchspielen. Die drei Sitze der mittleren Bank lassen sich nach Lust und Laune einzeln in der Längsposition verschieben, die Lehnen sind ebenfalls separat verstellbar. So kommen auch drei Erwachsene auf der Mittelbank nicht ins Gerangel. Auf die Zweierbank im Kofferraum passt allerdings nur der Nachwuchs.

Kleinere Gegenstände finden in den zahlreichen Ablagen Platz, wie im zweigeteilten Handschuhfach, den großzügig geschnittenen Türablagen oder den Unterflurfächern in der zweiten Reihe. Bei sperrigerem Ladegut lassen sich die beiden Einzelsitze im Heck wie gehabt auch im Boden versenken. Dann können fünf Personen unverändert mit bis zu 700 Liter Gepäck reisen. Bei komplett flachgelegter Bestuhlung nimmt es der Verso mit bis zu 1.696 Liter (Fünfsitzer bis 1.740 Liter) auf. Und am Haken zieht der Verso jetzt übrigens 1.500 Kilo, 200 mehr als zuvor.

Mehr Ausstattung, geringerer Preis

Auf einen Preisaufschlag für die Modellpflege verzichtet Toyota. Der Einstiegspreis liegt weiterhin bei 17.773 Euro. Die höheren Linien Life und Executive gibt es sogar 336 Euro günstiger als beim Vorgänger und das bei umfangreicherer Ausstattung. Wie gut, dass auch die Vertriebsprofis beim neuen Verso mitgearbeitet haben.

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23. Februar 2013
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