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Fahrbericht VW Golf GTE: Sportlich sparsame Alternative

Der Plug-in Hybrid Golf GTE nicht nur knauserige Fuhrparkmanager, sondern zugleich sportlich ambitionierte Außendienstler begeistern. FIRMENAUTO hat sich einen ersten Fahreindruck verschafft.

Während der e-Golf eher für den Einsatz in einem urbanen Umfeld gedacht ist, dürfte der zweite elektrifizierte Ableger, namens Golf GTE, vor allem für kilometerfressende Außendienstler eine besonders wirtschaftliche Dieselalternative sein. Der Golf GTE ist ein Plug-in Hybrid, Er startet zwar erst im Oktober, dennoch konnten wir schon einige Runden mit einem Vorserienmodell drehen.

Bestückt ist der Golf GTE mit dem 1,4 TSI Benziner, der es auf 150 PS bringt, sowie einem E-Motor mit 75 kW. Die Gesamtsystemleistung beträgt 204 PS, das maximale Drehmoment liegt bei 350 Nm. Damit ist er auch kräftigeren TDIs mehr als ebenbürtig, er schon auf dem Papier viel verspricht. Seine Eckdaten: Beschleunigung von Null auf Tempo 100 in nur 7,6 Sekunden, Spitze 222 km/h. Zwar ruckelte unser Vorserien-GTE noch leicht beim Anfahren, bis zur Markteinführung des Serienmodells im Herbst wird das aber passé sein, denn die Wolfsburger arbeiten noch mit Hochdruck am Feintuning.

Der Golf GTE bereitet Fahrspaß auf GTI-Niveau bei nur 1,5 Litern Verbrauch

Die Performance kann sich aber auf jeden Fall jetzt schon sehen lassen. Vor allem wenn der E-Motor beim kräftigen Beschleunigen den Verbrenner zusätzlich boostet. Hierzu genügt ein einfacher Fingertipp auf die GTE-Taste an der Mittelkonsole. Schon geht im wahren Sinne des Wortes die Post ab. Dabei fährt sich der Golf GTE nahezu so sportlich wie ein GTI und das serienmäßige Sechsgang-DSG sortiert die Gänge gleichermaßen spontan wie ruckfrei.

Wesentlich wichtiger jedoch: Nicht nur das Sprinten bringt Laune, sondern auch das Sparen. Denn wer es bedächtig angeht, soll mit einem Verbrauch von nur 1,5 Litern Super im Schnitt belohnt werden. Dabei emittiert der Golf GTE, laut Werksangabe, gerade einmal 50 Gramm CO2 pro gefahrenen Kilometer. Das schont die Umwelt und das Budget zugleich.

Strom nachladen in maximal 3,5 Stunden

Die 8,8 kWh starken Lithium-Ionen Akkus befinden sich unter der Rückbank und sind in 2,5 Stunden an einer Wallbox oder in maximal 3,5 Stunden an der herkömmlichen Steckdose wieder voll. Der Ladeanschluss sitzt hingegen an der Frontpartie, direkt hinter dem VW-Logo. Da die Speicherzellen den Platz des regulären Tanks eingenommen haben, wanderte dieser beim Plug-in Hybriden unter dem Kofferraumboden und fasst 40 Liter. Rein elektrisch soll es der Golf GTE bis zu 50 Kilometer weit schaffen und hat im kombinierten Modus einen Aktionsradius von insgesamt 963 Kilometern.

Der Preis steht noch nicht fest, Firmenwagenfahrer sollten dennoch warten

Bleibt noch die Frage, warum sich VW für einen Plug-in Hybriden mit Benziner- und nicht mit Dieselmotor entschieden hat. Die Antwort folgt prompt: Das Sparpotential fällt zwar mit einem Selbstzünder noch etwas höher aus, da das Triebwerk aber teurer ist, ist der Kosten-Nutzen-Faktor geringer. Über den Preis schweigen sich die Wolfsburger noch aus. Letzterer soll erst kurz vor dem Verkaufsstart im Oktober bekannt gegeben werden. Fällt dieser nicht exorbitant hoch aus, sei an alle Firmenwagenfahrer gesagt: Das Warten lohnt sich. Zumal auch eine Kombivariante vom Plug-in Hybriden problemlos realisierbar ist, da der Golf GTE ebenfalls auf dem modularen Plattformkonzept MQB aufbaut.

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VW

Datum

26. März 2014
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