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Fahrbericht VW Phaeton V6 TDI Langversion: Lang entspannt

Die Langversion des VW Phaeton ist der ideale Reisebegleiter für die Vorstandsetage. Mit ein paar Extras schießt der Preis des langen Volkswagens aber deutlich in die Höhe.

Es gibt nur wenige Autos, bei denen wir uns freiwillig auf die Rückbank degradieren lassen. Der VW Phaeton ist so ein Kandidat. Zumindest in der Langversion. Nicht, dass er uns hinterm Steuer keinen Spaß machen würde. Nein, aber der beste Platz im gestreckten Oberklasse-Volkswagen ist eben hinten rechts.

Per Knopfdruck lässt sich von hier aus der Beifahrersitz nach vorne manövrieren, so dass wir den eigenen Sitz in Liegeposition verstellen und die Beine ausstrecken können – Reisen kann so schön sein. Vor allem, wenn der Viersitzer über das Multimediasystem samt TV-Empfang verfügt. Zwei Flatscreens in den vorderen Kopfstützen spielen entweder DVDs ab oder zeigen das normale Fernsehprogramm.

Teure Extras

Wer seinem Chauffeur etwas Gutes tun will, bestellt noch das Navigationssystem dazu. Dann kann der Fahrer nicht nur per Google gewünschte Ziele punktgenau anpeilen, sondern auch in Pausen auf einem Display mit 20 Zentimeter Durchmesser seine Lieblings-Sitcom verfolgen. Während der Fahrt ist die Beschäftigung mit dem Touchscreen allerdings sehr mühselig. Der Bildschirm sitzt sehr tief in der Mittelkonsole und das System wird per Fingerdruck wie ein Smartphone bedient – der Blick schweift deshalb oft und lange von der Fahrbahn ab. Radio, Navi und alle anderen Funktionen lassen sich aber auch bequem über die Lenkradtasten bedienen und auf dem Bordcomputer verfolgen.
Packt der Fuhrparkleiter das 1.000 Watt starke Soundsystem oben drauf, werden aus den knapp 72.000 Euro, die VW für den V6 TDI mit langem Radstand aufruft, weitaus mehr. Alleine für das ganze Unterhaltungsgedöns kommen noch einmal rund 13.000 Euro netto dazu. Für den Betrag könnte man die Sekretärin schon mit einem VW Up beglücken.

Die Sekretärin muss mit

Die Aufpreisliste zählt so ziemlich alles auf, was das Reisen angenehm macht. Von der Volllederausstattung (3.247 Euro) über Klavierlack-Details (2.256 Euro) bis zum Alcantara-Paket (4.063 Euro). Wer allerdings glaubt, er könne während der Fahrt noch ein wenig arbeiten, schaut in die Röhre. Einen einfachen Laptop-Tisch bietet VW für seinen Luxusliner nicht an. Also doch kein Up, sondern Vollausstattung. Dann kann sich die Sekretärin beim Diktat von den Sitzen massieren lassen.

*) Bei 20.000/40.000 km pro Jahr, 60/36 Monate Laufzeit.
Quelle Betriebskosten: Dekra, Stand: November 2012

Autor

Foto

Hardy Mutschler

Datum

10. Dezember 2012
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