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Fahrbericht VW Touareg: Gesichtsstraffung für das Dickschiff

Leichte Designretuschen, mehr Ausstattung und optimierte Motoren machen den VW Touareg fit für seine zweite Halbzeit. Dafür verlangen die Wolfsburger für ihr SUV-Flaggschiff jetzt auch etwas mehr Geld.

Auch wenn der VW Touareg kein alltäglicher Dienstwagen ist, spielt er im Wolfsburger Flottengeschäft eine wichtige Rolle: Gut 70 Prozent aller Verkäufe des Luxus-SUV gehen in Firmenhände oder besser gesagt in deren Führungsetagen. Mittlerweile ist das Dickschiff in seiner zweiten Auflage und seit 2010 auf dem Markt. Damit aber der Absatz weiter floriert, war es an Zeit für eine Überarbeitung.

Außen und innen nur dezente Maßnahmen

Die fiel optisch recht behutsam aus, denn dass der Touareg Jahrgang 2015 geliftet wurde, merkt man erst auf den zweiten Blick. Entsprechend schnell ist der kosmetische Feinschliff aufgezählt: Bi-Xenonscheinwerfer gehören jetzt bei jedem Touareg zum Serienumfang und der breite Kühlergrill dazwischen trägt vier statt zwei Chromlamellen. Die breiten Rückleuchten am Heck gibt es auf Wunsch in LED-Technik, dazu erhielten die Front- und Heckpartie neu geformte Stoßfänger. Das war´s auch schon.

Beim Interieur fallen die überarbeiteten Alu-Drehregler für Klima, Außenspiegelverstellung sowie Luftfahrwerk als erstes ins Auge. Sie geben dem Touareg einen hochwertigeren sowie anschmiegsameren Touch. Die bisher rote Beleuchtung der Bedienelemente wurde zudem gegen einen kühleren, weißen Farbton getauscht. Neu im Programm sind die optionale Frontscheiben- und Lenkradheizung sowie zwei zusätzliche Holzdekore für den Innenraum.

Zur Sicherheit tragen jetzt zudem die Multikollisionsbremse samt City-Notbremse bei. Und zum Jahreswechsel soll das Navi auch via Google Earth und Street View den Weg weisen können. Derzeit kann es das aber noch nicht. Wer also darauf nicht darauf verzichten mag, sollte mit dem Kauf noch etwas warten.

Beide V6-TDI jetzt mit SCR-Katalysator und Segelfunktion

Die Motorenpalette besteht weiterhin aus drei Turbodieseln sowie dem Benzin-Hybriden mit einer Systemleistung von 380 PS. Die tiefgreifendsten Modifikationen betreffen jedoch die beiden V6 TDI, deren Verkaufsanteil bei über 90 Prozent liegt. Dank SCR-Kat sind jetzt fit für Euro 6. Der reduziert die Stickoxide mit Hilfe von Adblue-Einspritzung.

Darüber hinaus bekam die serienmäßige Achtgang-Automatik der zwei Dreiliter-TDI eine Segelfunktion zum Sprit sparen. Geht der Fahrer vom Gas, wird der Motor abgekoppelt und der der Touareg rollt mit Leerlaufdrehzahl weiter. Das hilft den Verbrauch zu senken, der bei beiden V6-Selbstzündern mit jeweils 6,6 Litern angegeben wird. In der Praxis sollten Fuhrparkmanager mit mindestens acht Litern im Schnitt rechnen.

Mehr Leistung für den kräftigeren V6-Diesel

Während der kleinere Selbstzünder weiterhin 204 PS leistet, erhielt die stärkere Version etwas mehr Dampf und bringt es jetzt auf 262 PS (plus 17 PS). Letzterer spielt beim Fahren die Rolle des kultivierten und unauffälligen Antriebs. Er bleibt angenehm im Hintergrund und begeistert beim Ausdrehen mit einem satten, aber nie aufdringlichen Sound. Überhaupt gefällt der Motor. Er sorgt für flotten Antritt und ordentliche Fahrleistungen. Damit sprintet der Touareg in 7,3 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Spitze von 225 Km/h Das ist mehr als ordentlich. Immerhin wiegt die schwere Fuhre stolze 2,2 Tonnen, die in Schwung gebracht werden will.

Weiterhin gute On- und Offroad Eigenschaften

Ansonsten zeigt sich der Touareg wie gewohnt von seiner unkomplizierten Seite mit feinfühlig ansprechender Federung und sicherem Fahrverhalten. Geblieben ist ebenso die gute Geländegängigkeit mit optionaler Getriebeuntersetzung sowie Differenzialsperren. Der Aufpreis für das Offroad-Paket namens Terrain Tech beträgt 1.681 Euro.

Weiterhin serienmäßig ist dagegen die hohe Anhängelast von 3,5 Tonnen bei allen Modellen. Der geliftete Touareg beginnt bei 43.803 Euro und ist – je nach Motorisierung – rund 1.100 Euro netto teurer geworden. VW begründet den Preisanstieg mit einer reichhaltigeren Ausstattung. Aber das dürfte wohl die meisten künftigen Eigner aus den Führungsetagen kaum stören, denn sieht man von der durchgeführten Gesichtsstraffung einmal ab, rechtfertigen bereits die werksseitig montierten Bi-Xenonscheinwerfer den Preis.

Autor

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Volkswagen

Datum

22. September 2014
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