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Firmenauto des Jahres 2016: Fahrzeugrückgabe und Gefahr auf Reisen

Wie läuft eine faire Fahrzeugrückgabe ab? Warum ist ein Travel-Risk-Manager mittlerweile unverzichtbar für Unternehmen? Die Vorträge und die Expertenrunde am Dienstagnachmittag lieferten Antworten auf drängende Fragen.

Oft sind Gebrauchsspuren und Mängel bei zurückgegebenen Fahrzeugen schwer auseinanderzuhalten. Ein unabhängiger Gutachter wie die Prüfgesellschaft Dekra  kann da hilfreich sein. Dekra-Fachbereichsleiter Fahrzeugrückgabe Wolfgang Fritz (vierter v. l.) erklärte den Teilnehmern von Firmenauto des Jahres den Dekra-Schadenkatalog. "Gebrauchsspuren sind nicht zu vermeiden, entscheidend ist der Gesamteindruck des Fahrzeugs", sagte Fritz. Schlimme Gebrauchsspuren können diesen Eindruck natürlich verschlechtern.

Generell gilt: Unfallschäden gelten immer als Mängel. "Fehlen Teile des Fahrzeugs oder wird es in einer anderen Ausführung zurückgegeben, muss das ebenfalls geahndet werden", erklärte Fritz. Das gelte natürlich auch für fehlende fahrzeugrelevante Dokumente.

Bei Mängel oder Beschädigungen entscheidet der Gutachter, was zu tun ist und wie viel der Leasingnehmer bezahlen muss. Smart Repair, Unfallschäden oder Glasbruch gehen auf seine Rechnung. Bei manchen Reparaturen, die gleichzeitig auch Gebrauchsspuren beheben, kann man das nicht pauschal sagen. "Das Fahrzeug ist danach ja schließlich in einem besseren Zustand als vorher", sagte Fritz.

Travel-Risk-Manager künftig unverzichtbar

Der zweite Vortrag widmete sich einem völlig anderen, aber vor allem in Zeiten wachsender Terrorgefahr, wichtigen Thema. Oliver Hirt (erster v. l.), Geschäftsführer der Unternehmensberatung Lighthouse Consulting, klärte über die Reiserisiken für Geschäftsreisende auf. Die sind zwar dieselben wie für andere Reisende auch, die Unternehmen müssen ihre Mitarbeiter aber auf die Gefahren hinweisen. "Eine Rufnummer für Notfälle sollten die Arbeitgeber ebenfalls bereithalten", sagte Hirt.

Unverzichtbar für jede Firma, deren Mitarbeiter auf Geschäftsreisen sind, sei ein Travel-Risk-Manager. Fuhrparkleiter sollten mit ihm zusammenarbeiten, denn Autounfälle passieren auf Auslandsreisen häufig.

Auf die beiden Vorträge folgte eine Expertenrunde, an der die beiden Referenten ebenfalls beteiligt waren. Die Teilnehmer von Firmenauto des Jahres konnten vorab ihre Fragen zu fünf Themengebieten einreichen. Diese Chance ließen sich die Teilnehmer nicht entgehen. Es folgte eine spannende Frage-Antwort-Runde. Wolfgang Fritz (Fahrzeugrückgabe), Oliver Hirt (Reisesicherheit), Urs Heck (Recht), Christian Schüssler (VMF) und Gerhard Nolle (Steuer) lieferten kompetente Antworten und jede Menge Tipps für den Fuhrparkalltag.

Autor

Foto

Thomas Kueppers

Datum

12. April 2016
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