Firmenauto: Aktienmärkte im freien Fall

Frankfurt/New York/Tokio (dpa) - Ein rabenschwarzer Tag an den Börsen: Die Aktienmärkte rund um den Globus sind am Freitag erdrutschartig eingebrochen. Der US-Leitindex Dow Jones und der japanische Nikkei sackten auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren.

Auch die Börsenbarometer in Europa befanden sich in den ersten Handelsminuten im freien Fall. Der deutsche Aktienindex DAX stürzte zwischenzeitlich mehr als zehn Prozent ab. Zuletzt verlor er rund sieben Prozent auf etwa 4500 Zähler. Vor allem Finanztitel gingen erneut auf Talfahrt. In Wien wurde der Handel am Morgen ausgesetzt.

«Wer jetzt noch Positionen besitzt, dürfte mit diesen Vorgaben in Panik verfallen und zu jedem Kurs versuchen, aus dem Markt zu kommen», kommentierte ein Händler die Situation an den Börsen. Der EuroSTOXX50, der die 50 wichtigsten europäischen Unternehmen umfasst, brach kurz nach Handelsstart auf 2372,58 Zählern ein, den tiefsten Stand seit Juli 2003. Auch in London und Paris verbuchten die Börsen ein dickes Minus.

Die großen Verlierer am Frankfurter Aktienmarkt waren vor allem die Finanzinstitute. Papiere von der Commerzbank, Deutsche Bank, Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft und Allianz verloren zeitweise im zweistelligen Bereich. Auch Automobilwerte wie Daimler und BMW gerieten erneut deutlich unter Druck.

Der Dow Jones hatte ungeachtet aller Beruhigungsstrategien und Rettungsbemühungen am Donnerstag (Ortszeit) in New York mehr als sieben Prozent verloren und war weit unter die Marke von 9000 Punkten gestürzt - erstmals seit fünf Jahren. Experten machten dafür auch die Hiobsbotschaften von dem US-Autobauer General Motors verantwortlich, dem eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit droht. Die wichtigsten Börsen Lateinamerikas stürzten gleichermaßen ab.

Die schweren Verluste an der Wall Street ließen auch die Börsen in Asien erneut einbrechen. Der Nikkei verzeichnete mit über neun Prozent den bisher drittgrößten Tagesverlust überhaupt. Er ging bei 8276,43 Punkten aus dem Handel. Auch die Indizes in Südkorea und Australien mussten massive Verluste hinnehmen. Der Hang Seng in Hongkong rutschte mehr als sieben Prozent ab.

Die Panik an den Weltbörsen trieb den Goldpreis erneut kräftig in die Höhe. Eine Feinunze (etwa 31 Gramm) kostete in der Spitze zeitweise über 930 Dollar. Dagegen fiel der Ölpreis deutlich. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI zur Lieferung im November kostete im frühen Handel 82,41 Dollar und damit 4,18 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Auch der Euro sank erneut. Im frühen Handel kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,3534 Dollar (Donnerstag: 1,3682). Ein Dollar war 0,7386 Euro wert.

Datum

10. Oktober 2008
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