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Firmenauto: Autolinq bringt Web ins Auto

Autolinq nennt sich ein System, mit dem Continental und die Deutsche Telekom neue, internetbasierte Dienste im Auto anbieten wollen. Continental will in der Systempartnerschaft das Automotive-Know-How einbringen, die Telekom Erfahrungen in Sachen Mobilfunk und Services.  „Das Auto ist der letzte weiße Fleck des Internets“, so Sten-Olaf Wilkening von Continental. Das soll sich mit einem gemeinsam entwickelten Cockpitcomputer künftig ändern und sich das Auto zum fahrenden Büro wandeln. T-Systems will Informations- und Kommunikationstechnik so kombinieren, das Internet und Miniprogramme während der Fahrt zur Verfügung stehen. Ähnlich wie das I-Phone sollen Internet und spezielle Aplikationen vom Armaturenbrett im Fahrzeug aus abrufbar sein. Große Vorteile sieht Heinz Egeler von der Deutschen Telekom beim Einsatz von Autolinq im Speditionswesen. Nicht nur Speditionen, Fahrer und Verlader ließen sich damit zum Abgleich von Logistikdaten eng vernetzen, sondern in einem weiteren Schritt auch die Produktionsunternehmen mit dem Logistikgut. Der Cockpitcomputer nutzt das von Google entwickelte Betriebssystem Android, mit dem Internet ist er über eine Sim-Karte verbunden. Inhalte und Apps befinden sich im Internet und lassen sich jederzeit abrufen. So soll sich der Fahrer unterwegs beispielsweise über das Tankstellennetz  informieren oder Hotelbuchungen vornehmen können. Vom Büro aus können via Smartphone Fahrzeugfunktionen überwacht und gesteuert werden. Mit dem sogenannten Universal Gateway lässt sich der Fahrzeugstatus online abrufen und an jedem PC überprüfen, ob Licht am Auto brennt, der Tank leer ist oder die Türen nicht geschlossen sind. E-mails empfangen und bearbeiten während der Fahrt, ohne den Fahrer abzulenken, soll ebenfalls möglich sein. Der Cockpitcomputer ließt dazu die eingegangenen Nachrichten vor, beantwortet werden sie durch diktieren. Die Apps im Fahrzeug sind laut Continental beliebig erweiter- und austauschbar, das Angebot lässt sich individuell anpassen. Die Kosten für das System sollen sich laut Sten-Olaf Wilkening in der Höhe derer eines mobilen Navigationssystems bewegen. Autolinq ist dabei nicht nur für die Erstausrüstung vorgesehen, sondern auch als Nachrüstlösung in Verbindung mit einem Smartphone oder einem Navigationssystem. Bis in zwei Jahren, so rechnen die beiden Partner, wird Autolinq für Fahrzeug- und Flottenkunden erhältlich sein.

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Bild: Hersteller

Datum

17. September 2010
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