Firmenauto: Das ist der neue VW Passat

Volkswagen hat den Passat optisch und technisch überarbeitet. Die Wolfsburger Mittelklasse hat ihr rundliches, leicht pummeliges Äußeres gegen klare Linien und scharfe Kanten eingetauscht. Damit nähern sich Limousine und Variant vor allem im Frontbereich deutlich dem Phaeton an. Verstärkt wird dieser Eindruck durch zahlreiche neue Assistenz-, Technik- und Lichtsysteme, die ebenfalls aus der Oberklasse übernommen wurden. Marktstart im NovemberSchon ab Mitte November kommt das Fahrzeug in den Handel, und zwar beide Karosserieversionen gleichzeitig. Preise wurden noch nicht genannt, doch dürfte die zunächst günstigste Version mit 1,4-Liter-Benzinmotor (122 PS) auf etwa 21.849 Euro kommen, die billigste Dieselvariante mit 105 PS wird ungefähr 24.370 Euro kosten. Der Aufpreis für die Kombi-Variante liegt wahrscheinlich weiterhin bei etwa 1.008 Euro.Abmessungen bleiben gleichVolkswagen spricht im Zusammenhang mit dieser Überarbeitung gerne von einer siebten Generation. Tatsächlich handelt es sich jedoch nur um eine, wenn auch sehr umfängliche Renovierung. Obwohl das Fahrzeug in seinen Maßen praktisch unverändert blieb, wirkt es nun gleichzeitig dynamischer und weniger barock als der rundliche Vorgänger – und optisch fast ein wenig kompakter. Das steht dem Passat gut, wenn auch die Angleichung des Designs vom Polo über den Golf bis hin zu Passat und Phaeton beim Kunden für Überdruss und zudem für weniger Unterscheidbarkeit zwischen den Modellen sorgen könnte.Sportlicherer AuftrittNeben der Front mit den neuen Doppelscheinwerfern, optional auch mit Bi-Xenon- und LED-Tagfahrlicht mit 15 LEDs erhältlich, überzeugt vor allem die seitliche Ansicht. Während die untere Charakterlinie viel schärfer hervortritt, prägt eine neue obere Linie den dynamischen Charakter des Passat und lässt ihn sportlicher erscheinen. Hier hat VW-Chefdesigner Walter de Silva einmal mehr gute Arbeit abgeliefert.Motoren: vier Diesel von 105 bis 170 PSInsgesamt sind für den Passat zunächst zehn Motorisierungen erhältlich. Bei den Benzinern reicht die Leistungspalette von 122 PS bis 300 PS im V6. Bei den Dieseln stehen vier Motoren zur Verfügung, deren Leistung von 105 PS bis 170 PS reicht. Der Passat Bluemotion mit 105 PS soll dank Feinschliff am Motor, Start-Stopp-System und Rekuperation nur 4,2 Liter Diesel verbrauchen und damit immerhin 0,2 Liter weniger als der Vorgänger. Alle Selbstzünder wurden dank Start-Stopp sparsamer, das leistungsstärkste Aggregat mit 170 PS benötigt laut VW noch 4,7 Liter und unterbietet den Vorgänger damit um 0,9 Liter.Jetzt mit FernlichtassistentNeu gestaltet wurde das Armaturenbrett, für das Elemente vom Passat CC übernommen wurde. Ganz neu ist die Möglichkeit, gegen Aufpreis ein Panorama-Glasschiebedach zu ordern. Und ebenfalls erstmals kann man einen Fernlichtassistenten (Dynamic Light Assist) bestellen, der das Licht bei Gegenverkehr automatisch abblendet. Der Side Assist macht zudem über in den Außenspiegeln integrierte LEDs auf Fahrzeuge im toten Winkel aufmerksam.Kofferraum per Fuß öffnenEinen für Wolfsburger Verhältnisse fast schon spleenigen Gag erlauben sich die Ingenieure schließlich mit dem neuen System Easy Open, das mit dem automatischen Schließ- und Startsystem Keyless Access ausgeliefert wird. Wer vor der Kofferraumhaube steht und beide Hände voll hat, kann diese mit einer unter das Fahrzeug zielenden Fußbewegung öffnen. Wer also auf dem Supermarktparkplatz künftig mit Einkaufstüten beladene Männer und Frauen sieht, die hinter ihrem Fahrzeug eine Art Einbein-Tanz vollführen, kann beruhigt sein: Es handelt sich nicht um Betrunkene oder Menschen mit Gleichgewichtsstörungen, sondern bloß um stolze Besitzer eines neuen Passat.

Datum

30. September 2010
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