Firmenauto: Der neue Audi A6 im Fahrbericht

Vom A8 schaut er sich Komfort und Hightech ab, in Sachen Fahrspaß eifert er dem A4 nach – der neue Audi A6 vereint vieles aus beiden Welten. So ziehen beispielsweise jetzt auch in der Business-Limousine auf Wunsch Voll-LED-Scheinwerfer ein (2.311 Euro). Die lassen sich verspielt gestalten und geben ein nicht unbedingt helleres, aber mit 5.500 Kelvin deutlich weißeres Licht als die ¬Xenon-Variante, was bei nächtlicher Fahrt die Augen schont. Oder das MMI Navigation Plus, das sich per Touchpad bedienen lässt. Bei der Navigation geht Audi im wahrsten Sinne des Wortes neue Wege – via WLAN kann der Fahrer die Route in Echtzeit auf Google-Maps oder -Earth verfolgen. Damit aber nicht genug. Die Routendaten fließen in die Steuerung des adaptiven Lichts ein. Das heißt, die Rechnereinheit der Scheinwerfer weiß zum Beispiel vom Navi, wann eine Kreuzung kommt und kann somit bereits vor dem Abzweig das Abbiegelicht aktivieren. Auch die Riege der Assistenzsysteme braucht sich nicht vorm A8 zu verstecken – Spurhalte-Assistent, der das Auto aktiv auf der Bahn hält, Abstands-Tempomat oder Totwinkelwarner, alles da.WLAN-Hotspot für acht EndgeräteDer Innenraum glänzt mit hervorragender Verarbeitungsqualität. Die klar strukturierten Bedienelemente sowie durchweg sehr hochwertige Materialien schaffen ein wohnliches Businessambiente. Wer’s ganz gediegen mag, ordert feine Schichtholzapplikationen, die es ab knapp 400 Euro extra gibt. So würde der A6 eigentlich ein prima Büro auf vier Rädern abgeben, denn für 731 Euro hat er auch einen WLAN-Hotspot an Bord, der bis zu acht Endgeräte akzeptiert. Für längeres Arbeiten auf den hinteren Plätzen fallen allerdings die Sitzflächen zu kurz aus und unter den Vordersitzen wird’s je nach Schuhwerk für die Füße schnell eng. Jetzt gibt´s auch bei Audi ein Head-up-DisplayDafür können sich die Ohren umso mehr entspannen: Schallisolierte Scheiben  rundum (1.000 Euro) sperren lästige Außengeräusche konsequent aus – besser gedämmt sind wahrscheinlich nur Übersetzerkabinen. Für rund 1.160 Euro Aufpreis projiziert jetzt auch Audi Informationen wie Geschwindigkeit, Abstand, Navi-Pfeile oder Tempolimits per Head-up-Display auf die Windschutzscheibe – in Farbe, versteht sich. Die Anzeige wiederum lässt sich übers MMI konfigurieren. Mit Audi Drive Select, das serienmäßig an Bord ist, kann man hier auch zwischen den Fahrwerkseinstellungen »auto«, »dynamic«, »comfort« und bei allen TDI- Motoren und dem TFSI-Aggregat auch »efficiency-Modus« wählen. Tolles Fahrwerk und elektromechanische LenkungUm Fahrspaß zu haben, muss man indes nicht erst die Dynamik-Taste drücken. Das serienmäßige Stahlfahrwerk lässt den A6 schon so behände um die Ecken pfeifen, dass man sich im kleineren A4 wähnt. Was auch daran liegt, dass die Karosserie im Vergleich zum Vorgänger mit 4,92 Metern zwölf Millimeter kürzer geworden ist, der A6 beim Radstand aber zugelegt hat (jetzt 2,91 Meter). Außerdem verliert der Neue durch konsequente Leichtbauweise – mehr als 20 Prozent des Aufbaus bestehen aus Aluminium – je nach Ausstattung bis zu 80 Kilo. Das Tüpfelchen auf dem i: die neue elektromechanische Lenkung, die sehr direkt und präzise arbeitet. In zu forsch angegangenen Kurven schiebt der Fronttriebler jedoch kräftig über die Vorderräder. Die Federung gibt sich Audi-typisch straff, lässt aber den Komfort-Anspruch einer Limousine der Oberen Mittelklasse nie außer Acht. Lediglich bei Querfugen poltert es ein wenig. Einen nicht so guten Eindruck hinterlässt die optionale Luftfederung, die arg schwammig wirkt und jegliche Agilität dem Komfort opfert. Preise ab 32.353 EuroZum Marktstart im März tritt der A6 mit fünf Motoren an. Mit dem 2.0 TDI (177 PS) sowie zwei Varianten des 3.0 TDI (204 und als quattro 245 PS) stehen drei Diesel zur Wahl. Der kleine Selbstzünder bildet gleichzeitig den Einstieg in die A6-Welt, die Basisversion kostet 32.353 Euro. Als Einziger mit manuellem Sechsgang-Getriebe zu haben, bringt auch der Vierzylinder ordentliche Fahrleistungen, sodass Flottenkunden sich Überlegungen hinsichtlich einer Investition in einen V6-TDI von vornherein sparen können. Der Normverbrauch soll bei 4,9 Litern liegen. Weiterhin zur Motorenpalette zählen zwei Benziner: der 2.8 FSI (204 PS) sowie der 3.0 TFSI quattro (300 PS).

Datum

3. Februar 2011
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