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Firmenauto: Extreme Flaute auf dem Leasing-Markt

Die Leasing-Branche bekommt die wirtschaftlich desolate Situation kräftig zu spüren. Nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) verzeichnet die Branche mit einem Minus von 22,6 Prozent den dramatischsten Rückgang in ihrer 47-jährigen Geschichte. Das Neugeschäftsvolumen beläuft sich laut BDL damit auf 42,1 Milliarden Euro. Das Mobilien-Leasing bilanziert 39,3 Milliarden Euro und fällt damit laut BDL um 22,7 Prozent. Zum ersten Mal sind nach Angaben des BDL, der sich auf Zahlen des Ifo Institus bezieht, alle Objektbereiche rückläufig. Der Bereich Straßenfahrzeuge - größter Objektbereich - geht um 21 Prozent zurück. Viele Fahrzeuge wurden im Bereich Klein- und Kompaktwagen von Privatleuten zugelassen. Grund: die Abwrackprämie. Der für die Leasingbranche relevante Bereich der Mittel- und Oberklasse musste ein Zulassungs-Minus von 20 Prozent schlucken. "Zudem fielen die Neuzulassungen von gewerblichen Händlern um ein Viertel", sagt Martin Mudersbach, Präsident des BDL. Gründe für die Rückgänge sind nach Ansicht des BDL-Präsidenten die schwierige Refinanzierungssituation und die Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform 2008. Leasing-Unternehmen sind im Wettbewerb mit den Kreditinstituten seiner Meinung nach benachteiligt worden. Mudersbach fordert das Bundeswirtschaftsministerium auf, die KfW zu motivieren, ein praxisnäheres Projekt für die Leasing-Wirtschaft ins Leben zu rufen, etwa ein Unternehmerkreditprogramm. Zudem müsse die Wettbewerbsverzerrung durch eine Gesetzesänderung abgeschafft werden.

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Foto: Torsten Zimmermann/WWW.TOZIGRAFIE.DE

Datum

24. November 2009
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