Firmenauto: Fahrbericht Citroën DS3: Alles so schön bunt hier

Früher war alles einfacher: Wer sich mit seinem VW Käfer oder Ford Taunus von seinem Nachbarn abheben wollte, wählte anstatt Weiß eine der zwei oder drei anderen verfügbaren Karosseriefarben aus, platzierte einen Wackel-Dackel auf die Hutablage oder ließ eine Perlenkette vom Rückspiegel herabbaumeln. Heute ist die Autowelt sehr viel bunter geworden. Mit den neuen DS-Modellen treibt jetzt Citroën die Varianten an Farb- und Materialkombinationen auf die Spitze. Der Käufer eines DS3 kann elf Karosserie- mit fünf Dachfarben kombinieren, sein Dach mit Punkten, Zebrastreifen oder anderen wilden Mustern dekorieren und aus acht verschiedenen Mustern für das Armaturenbrett wählen. Der DS-Konfigurator spuckt etliche unterschiedliche Räderfarben und –formen aus und stellt den Interessenten vor die Qual der Wahl, sich beispielsweise beim Schalthebelknauf für eine der sieben Kombinationsmöglichkeiten zwischen satiniertem Chrom und Farbe oder Leder zu entscheiden. Design und Fahrverhalten Äußerlich hat der DS3 also nicht mehr viel mit dem C3 gemein, der die technische Basis des Kleinwagens bildet. Zumal es den DS3 nur mit zwei, den C3 jedoch mit vier Türen gibt. Doch auch unter dem Blech stecken zahlreiche Änderungen. Denn an der Entwicklung des DS3 waren außer den Designern auch die Fahrwerksingenieure beteiligt. Sie haben Federung und Dämpfung straffer, die Lenkung direkter abgestimmt. Ohne es dabei zu übertreiben. So liegt der DS3 satt auf der Straße, malträtiert aber seine Insassen aber auf Kopfsteinpflaster oder bei Schlaglöchern weniger als der Mini, dem direkten Konkurrenten des Citroen. Die Franzosen verhehlen nicht, dass ihnen bei der Entwicklung des Autos der Fahrkomfort mindestens ebenso wichtig war wie die Agilität. Dreimal so viel Dämmmaterial wie sonst bei einem Kleinwagen üblich und besonders dicke Scheiben sperren Motor- und Windgeräusche weitgehend aus. Ob der DS3 innen deshalb wirklich nur noch halb ist wie der C3 ist schwer zu beurteilen. Doch erstaunlich leise ist er in jedem Fall. Motorisierung und Kosten Citroën trifft mit DS3 also die goldene Mitte zwischen Komfort und Agilität. So mag dem DS3 das Kartähnliche Fahrverhalten eines Minis fehlen – weniger Spaß macht der Franzose nicht. Besonders, wenn man den 150 PS-Benziner wählt, den gleichen Motor übrigens, der auch den Mini Cooper S antreibt. Dieser stärkste der drei Benziner kostet allerdings stolze 16.338 Euro, da er nur in der teuersten der drei Chic, So Chic und Sport Chic genannten Ausstattungsoptionen angeboten wird. Mit an Bord ist dann viel, aber noch längst nicht alles an Zierrat, mit dem sich der DS3 optisch aufpeppen lässt. Wer es schafft, sich in der unübersichtlichen Preisliste zurechtzufinden, kann den Preis des Kleinwagens locker auf 18.000 Euro treiben. Im Vergleich zum Mini ist er dann aber immer noch günstig dran: der Cooper S ist nicht unter 19.412 Euro zu haben.

Datum

4. Februar 2010
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