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Firmenauto: Familienfreund C3 Picasso

Manche Autos sind so offensichtlich als Familienautos konzipiert, dass es dem Tester schwerfällt, den Dreh zum Firmenwagen zu finden. Deshalb wollen wir den Blickwinkel erweitern und beim Citroën C3 Picasso ausnahmsweise mal die Beifahrer zu Wort kommen lassen. »Hammers geil« aus dem Mund eines Zehnjährigen darf man jedenfalls getrost als Lob nehmen. So begeistert äußert sich Ben sonst nur, wenn Mario Gomez ein Tor schießt. Den neuen Citroën jedoch schloss Ben spätestens in dem Moment ins Herz, als er die Leuchtspots über den Klapptischchen entdeckte. Fortan herrschte Ruhe im Heck, Ben war mit Harry Potter nach Hogwarts entschwunden. Kleine Details zeigen: Die französischen Ingenieure bemühen sich ernsthaft, nicht nur schicke, sondern alltagstaugliche Autos zu entwerfen. Siehe Zusatzspiegel: Ein Blick genügt, um Bens Bruder Kai schon wieder beim Nasebohren zu ertappen. Oder die unscheinbaren Kläppchen hinter den verschiebbaren Einzelsitzen: Werden die Lehnen nämlich umgelegt – was mit einem einzigen Handgriff möglich ist –, überbrücken die Klappen den dabei entstehenden Spalt. Dann entsteht ein ebener und durchgängiger Ladeboden, der sich bei flach gelegter Lehne des Beifahrersitzes sogar auf 2,41 Meter verlängern lässt. Selbst bei aufgestellten Sitzen fasst das Heckabteil 385 bis 500 Liter, da darf der gerade mal 4,08 Meter lange C3 Picasso als kleines Raumwunder durchgehen. Wenn die Jungs hinten bequem sitzen, ist Ruhe im Karton und Papa kann sich aufs Fahren konzentrieren. Das macht ihm schon deshalb Spaß, weil er endlich richtig was sieht von der Straße. Denn wo die meisten Vans ihre Windschutzscheiben an fetten Pfosten verankern und so die Sicht in die Kurve verhindern, klebt im C3 Picasso nur eine dünne, unauffällige Strebe. Große Fenster lassen außerdem viel Licht in den schicken Innenraum. Dass der Digitaltacho mitten auf dem Armaturenbrett sitzt, stört nicht weiter: Er ist gut ablesbar. Man sitzt angenehm hoch, allerdings auf etwas zu kleinen Polstern. Auf Komfort ist auch das Fahrwerk getrimmt. Deshalb sollte Papi Kurven langsam angehen, sonst rebellieren die Mägen von Ben und Kai auf der Rückbank und sie müssen womöglich die Fächer im Boden zweckentfremden. »Eile mit Weile« gilt auch für den 95-PS-Motor, der mehr Radau als Tempo macht und zudem viel zu durstig ist. Wer viel unterwegs ist, sollte deshalb die 840 Euro für den 120-PS-Motor drauflegen.

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Datum

28. Mai 2009
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