Firmenauto: INTERVIEW/Beteiligungsgesellschaft Gesco: Keine Auswirkungen der Finanzkrise

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die auf Beteiligungen an Mittelständlern spezialisierte Gesellschaft Gesco <GSC.ETR> spürt derzeit keine direkten Auswirkungen der Finanzkrise. "Wir empfinden eine Diskrepanz zwischen der gefühlten Wahrheit und der, über die berichtet wird", sagte Vorstandsmitglied Hans-Gert Mayrose am Freitag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Der SDAX-Kandidat <SDXP.ETR> aus Wuppertal hatte am Donnerstag in Folge starker Zahlen seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr (Ende März) bestätigt.

WERKZEUG- UND MASCHINENBAUER IM FOKUS

Gesco ist an 13 Unternehmen beteiligt, mehrheitlich handelt es sich um Werkzeug- und Maschinenbauer mit einem Umsatz zwischen 10 und 50 Millionen Euro. Damit sieht sich das Unternehmen in einer Nische, für Privat-Equity -Gesellschaften sei diese Größenordnung zu klein. Gesco generiert Rendite aus den Erträgen der Beteiligungen, Verkäufe stehen nicht im Fokus. "Die Unternehmen haben eine gute Eigenkapital-Quote, wir haben keine Finanzierungsprobleme", sagte Mayrose, "Nur wenn im Kundenkreis Unternehmen mit einer schlechteren Kapitalausstattung sein sollten, könnte sich das indirekt auf uns auswirken."

In den vergangenen Jahren hat Gesco nach eigenem Bekunden jährlich ein bis drei Unternehmen zugekauft, vornehmlich Firmen mit Nachfolgeproblemen, wirtschaftlich aber gesund. Der typische Fall sei der Betrieb aus Regionen wie dem Sauer- oder Siegerland. Für den Alteigentümer sei es wichtig, dass sich an Namen, Standort und Zahl der Mitarbeiter möglichst wenig ändere. "Er will immerhin weiter hoch erhobenen Hauptes durchs Dorf gehen können", sagte Mayrose.

'IM MOMENT NICHT LEICHT - ABSTRUSE PREISVORSTELLUNGEN'

Zu Akquisitionsplänen in diesem Jahr wollte sich der Gesco-Chef noch nicht näher äußern. "Im Moment ist es nicht leicht ein Unternehmen zu kaufen, weil viele eine gute Entwicklung vorlegen." Daher hätten einige Firmeninhaber "abstruse Preisvorstellungen", so Mayrose. Grund sei nicht zuletzt der aktuelle Boom in der Maschinenbaubranche. Da Gesco sich aber in erster Linie auf das "Hegen und Pflegen" bestehender Beteiligungen verstehe und erst in zweiter Linie an Zukäufe denke, sei dies nicht weiter schlimm./sc/zb

Datum

15. Februar 2008
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