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Firmenauto: Kaufberatung Renault Clio

Er ist ganz Clio, nur eben etwas länger und mit Kombiheck. Wie Kenner wissen, gehört der kleine Renault mit zum Besten, was es in dieser Klasse zu kaufen gibt. Für den Test wählte FIRMENAUTO die Benzin-Variante 1.2 16V TCE. Dessen Motor bringt es dank Turboaufladung auf satte 100 PS. 13.361 Euro kostet so ein Grandtour in der günstigsten Version Dynamique.Was hat er zu bieten? InnenraumZunächst einmal ein ordentliches Gepäckabteil, denn hinter den Rücksitzen stehen 439 Liter Ladevolumen zur Verfügung. Das sind 89 Liter mehr, als ein VW Golf schluckt. Und legt man die Fondlehnen flach, gehen sogar bis zu 1.277 Liter rein. Auch die erlaubte Zuladung (418 Kilogramm) ist keineswegs zu knapp bemessen und an den Haken dürfen immerhin 1.200 Kilo – mehr, als in dieser Klasse üblich (Skoda: 1.000 Kilo). Der Clio meistert also auch anspruchsvollere Transportaufgaben. Es geht fast schon gediegen zu im Grandtour, da gleicht er dem normalen Clio. Das Armaturenbrett ist oben herum gut gepolstert, die Verarbeitung wirkt solide, die Sitze sind üppig gepolstert, wenngleich etwas zu klein geraten. Das gilt besonders für die Rücksitze, wie überhaupt das Fondabteil des Renault noch am meisten an die üblichen Kleinwagenmaßstäbe erinnert. Wer übrigens mit diversen trickreichen Variationsmöglichkeiten rechnet, sieht sich getäuscht: Da lässt sich weder etwas verschieben, noch herausnehmen und auch die Lehne des Beifahrersitzes weigert sich, nach vorne zu klappen – nicht sehr einfallsreich. SicherheitsausstattungRecht ordentlich ist dagegen die Sicherheitsausstattung mit allen ­wünschenswerten Airbags und inklusive Kurvenlicht. Dass ESP Aufpreis kostet, verdient die Rote Karte. FahrwerkSchon auf den ersten Kilometern lässt der Clio erkennen, dass er mit seinen Passagieren schonend umgeht. Keine Spur von Holzklasse, stattdessen eine Federung, die erstaunlich viel wegsteckt, und ein Geräuschpegel, der das Nervenkostüm kaum strapaziert. Erst bei Drehzahlen von mehr als 4.500 Umdrehungen brummt es vernehmlich unter der Haube. Aber so hochtourig muss es in der Praxis selten sein.  Fahrdynamisch leistet sich der Clio gleichwohl keine gravierenden Schwächen – er bleibt (zumindest mit ESP) auch in Extremsituationen gutmütig und läuft auf schlechter Fahrbahn und bei Seitenwind sauber geradeaus. Handlich wirkt er auch, indessen fehlt es ihm etwas an Lenkpräzision und Straffheit. An Vortrieb wiederum mangelt es  nicht. Erstaunlich, was dieser kleine ­Turbomotor zuwege bringt: 100 PS und 145 Nm Drehmoment reichen, um den leer immerhin knapp 1,2 Tonnen schweren Clio in 11,3 Sekunden von null auf Tempo 100 und 183 km/h Spitze zu beschleunigen. Dabei muss man auch nicht über­mäßig oft schalten, denn der 1,2-Liter-Motor zieht bei geringen Drehzahlen recht kräftig durch und das gut abgestufte Fünfganggetriebe erleichtert den Aufenthalt im optimalen Drehzahlbereich. Erfreulich kultiviert benimmt sich der Kleine denn auch, zumindest solange man ihn nicht so hoch dreht. Um so weniger sehnt man sich im Umgang mit diesem Benziner nach einem Diesel. Selbst beim Tanken kommt kaum Reue auf: Unter acht Liter pro 100 Kilometer sind ohne große Sparanstrengungen realisierbar. Der Nachteil gegenüber der Dieselversion beläuft sich auf rund eineinhalb Liter. Daran gemessen ist auch der 50-Liter-Tank ausreichend. PreiseDennoch ist der Clio Grandtour nicht der Günstigste unter seinesgleichen. Die Versicherung geht mit ihm relativ unfreundlich um und stuft ihn vergleichsweise hoch ein. Hinzu kommen recht kurze Wartungsintervalle (20.000 Kilometer) und auch bei der Garantie zeigt sich Renault knauserig (zwei Jahre). Schließlich sollte der Flottenmanager beim Restwert die Erwartungen ebenfalls zurückschrauben: Ein Fabia Combi von ­Skoda etwa wirft da am Ende mehr ab.Ob er sich rechnet, hängt letztlich allerdings vom Einzelfall ab. Sympathisch ist dieser kleine Kombi freilich immer. Und patent im Alltag auch. Die Modellauswahl des Renault Clio Drei Benziner, drei Diesel – die Auswahl beim Clio Grandtour ist überschaubar. Dabei sollte man den Basisbenziner mit 75 PS nur bei überwiegendem Kurzstreckenbetrieb in Erwägung ziehen. Auf freier Strecke ist er für den nicht eben leichten Kombi etwas zu schwach auf der Brust. Den 1,6-Liter-Benziner mit 112 PS gibt es nur in Verbindung mit Fünfgangautomatik, nicht die schlechteste Wahl, obgleich ihn der Mehrpreis (1.303 Euro) und der Mehrverbrauch (rund zwei Liter/100 Kilometer) gegenüber dem 1.2 TCE zu einem relativ kostspieligen Vergnügen macht. Im Dieselangebot spricht vieles für den 504 Euro teureren 1.5 dCi mit 86 PS. Er bietet zwar nicht mehr Leistung, aber ein höheres Drehmoment als die Benziner und verbraucht rund einen Liter weniger als der 1,2-Liter-Turbo. Weitere 491 Euro mehr kostet der Diesel mit 103 PS. Wer keinen Platz im hinteren Abteil benötigt, kann sich mit der Clio-­Limousine begnügen. Das Schrägheck kommt als Dreitürer 1.345 Euro, als Fünftürer 672 Euro günstiger als der vergleichbare Grandtour, bietet aber nur 288 Liter (maximal 1.028 Liter) Gepäckraum. Ansonsten sind die Raumverhältnisse abgesehen von etwas weniger Kopffreiheit im Fond identisch. Ebenso die Antriebs- und Ausstattungspalette. Ausnahme: der Clio Sport, ein Schnellfahrauto im Taschen­fomat mit stolzen 197 PS.    Downloads       Downloads    Downloads    Downloads Scoda Fabia Preise Scoda Fabia technische Daten

Datum

5. November 2008
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