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Firmenauto: Recht: Dokumentation beim Mietwagen

Autovermieter sind gut beraten, alle Schäden eines Mietfahrzeugs genau zu dokumentieren, bevor sie das Fahrzeug an einen weiteren Kunden vermieten. Hat der Vermieter das versäumt und kann später nicht zweifelsfrei beweisen, dass weitere Schäden erst beim aktuellen Kunden entstanden sind, bleibt er auf den Reparaturkosten sitzen. Die mit dem Fahrer vereinbarte Selbstbeteiligung fällt weg. Auf ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichts Hamburg-Blankenese (AZ: 531 –c 113/10) weist die Deutsche Anwaltshotline in einer Mitteilung hin. Im vorliegenden Fall ging es um die Reparaturkosten eines beschädigten Iveco-Lkw in Höhe von 1.327,12 Euro. Der Autovermieter wollte von seinem Mietkunden die vereinbarte Selbstbeteiligung von 750 Euro zurückverlangen. Der Vermieter behauptete, der Schaden sei bei Übergabe des Fahrzeuges noch nicht vorhanden gewesen. Der Fahrzeugmieter allerdings sah das anders und verwies auf zahlreiche Schäden, die das Fahrzeug bereits hatte. Als Kunde sei ihm zudem weder Kopie des Mietvertrags noch eine Dokumentation der Vorschäden gegeben worden. Zudem habe er die Liste mit Altschäden, die dem Gericht vorlag und auf der die umstrittene Delle am Heck fehlte, noch nie gesehen. Die Akte habe daher für ihn keinen Beweiswert. Das Gericht schloss sich der Meinung des Mietkunden an. Begründung: Da das Fahrzeug bei der Neuvermietung immerhin noch ein halbes Dutzend unbestrittener Altschäden aufwies, käme hier ein so genannter Anscheinsbeweis als Beleg für ein ansonsten bei der neuerlichen Anmietung schadensfreies Fahrzeug nicht in Frage.

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Foto: photo 5000/Fotolia.com

Datum

23. Februar 2011
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